Sicherheit in Sotschi:Nur 25 Prozent der Karten gehen überhaupt ins Ausland

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Bis zu 600.000 Besucher erwartet die Stadt am Schwarzen Meer zwischen dem 7. und 23. Februar. Drei Viertel der Tickets sind für Sportfans aus Russland vorgesehen, der Rest geht ins Ausland. Der Verkauf in Deutschland lief zunächst schleppend. 10.000 Tickets standen zur Verfügung, doch die hohen Preise und die Visumspflicht könnten viele Interessenten abgeschreckt haben. Auch die Unterbringung vor Ort war aufgrund zu niedrigerer Kapazitäten angespannt. Erst als der Anbieter mit dem Kreuzfahrtschiff MS Louis Olympia eine vor Ort ankernde Alternative bot, zog der Verkauf an, sagt Angela de Sando von Dertour, dem exklusiven Anbieter der Tickets in Deutschland.

Inzwischen sind nur noch etwa 100 Karten übrig, so de Sando. Rücktrittswünsche von Reisenden gebe es bisher nicht. Seit Jahrzehnten vertreibt der Anbieter Tickets für die Olympischen Spiele, einen Unterschied zum Verkauf bei bisherigen Veranstaltungen kann de Sando bisher nicht ausmachen.

Keine Panik unter Olympia-Urlaubern

"Diese Art von Reisenden sind ganz besondere Gäste, die sich jahrelang freuen und froh sind, Tickets bekommen zu haben", so de Sando. Deswegen erwarte Dertour keine Panik unter den Olympia-Urlaubern. Entscheidend ist für den Veranstalter die Aussage des Auswärtigen Amtes, das bisher keine Warnung für Sotschi ausgesprochen hat.

Trotz der noch wenigen erhältlichen Tickets waren am Montag noch die meisten Veranstaltungen buchbar. 16 Euro zahlen Sportfans für die Skeleton-Wettbewerbe, 598 Euro für die Abschlussfeier. Die Ausgabe der Tickets erfolgt erst vom Januar 2014 an. Das Paket mit Unterkunft startet ab 700 Euro - ohne Anreise. Die macht nur mit dem Flugzeug Sinn. Die Zugverbindung ab Berlin dauert mehr als 60 Stunden, mit dem Auto sind es etwa 35 Stunden. Flüge schaffen die Strecke in acht bis zehn Stunden und kosten mindestens 500 Euro.

Wenigstens werden Besucher mit einem milden Klima belohnt. Sotschi liegt auf dem gleichen Breitengrad wie Nizza, die Küstenzone ist subtropisch. Januar und Februar sind zwar die kältesten Monate des Jahres, doch auch hier bleiben die Temperaturen meist zwischen drei und zehn Grad. Schneemangel wird es dennoch keinen geben: Die Veranstalter haben vorsorglich 350.000 Kubikmeter eingelagert.

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