Magdalenen-Inseln in KanadaDie Drei-Farben-Inseln

Auf den Îles de la Madeleine landeten einst Auswanderer aus Frankreich und brachten ihre gute Fischküche mit. Wem der erholsame Blick auf Küste und Meer nicht genügt, geht Kitesurfen - oder er springt aus dem Kajak.

Sandbänke und Dünen verbinden sechs der sieben bewohnten Magdalenen-Inseln im Südosten des Sankt-Lorenz-Golfs. Kein Wunder, dass die Inselkette von oben ein wenig an die Florida Keys erinnert, doch schon beim Wetter enden die Gemeinsamkeiten. Die Temperaturen steigen selbst im August, dem heißesten Monat, kaum über 20 Grad Celsius.

Auf den Magdalenen-Inseln, die zur kanadischen Provinz Québec gehören, leben eine englische und eine französische Sprachgemeinschaft. Nur 450 der etwa 12 000 Madelinots sprechen Englisch, sie sind Nachfahren von irischen, schottischen und englischen Schiffbrüchigen. Der Rest stammt von französischen Auswanderern ab, die im 18. Jahrhundert aus der Bretagne und der Normandie nach Nova Scotia kamen: die Akadier. Ein Teil von ihnen blieb auf den Magdalenen-Inseln, andere verschlug es in die USA.

Bild: Ingrid Brunner 25. Juli 2018, 05:172018-07-25 05:17:13 © SZ.de/kaeb/edi/fued