Bilderreise Grenada:Geschmack der Karibik

Während Deutschland im Schnee versinkt, strahlen auf Grenada nur die Strände weiß. Doch die Karibikinsel bietet mehr als Sonne und Palmen - vor allem dem Gaumen. Eine geballte Portion karibischer Aromen

Maria Holzmüller

12 Bilder

Grand Anse Beach Grenada

Quelle: Maria Holzmüller

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Weiße Strände, malerische Häuschen, wehende Palmblätter - all das, was eine Karibikinsel gemeinhin auszeichnet, gibt es auch auf Grenada. Aber damit ist es noch lange nicht genug. Wer auf Grenada war, kommt mit mehr zurück als schönen Erinnerungen und einem sommerlichen Teint.

Gerade mal 32 mal 15 Kilometer groß ist die Insel, die zum südlichen Teil der Kleinen Antillen vor der Küste Südamerikas gehört. Kreuzfahrtschiffe, die in ihrer Massigkeit oftmals ganze Inselhügel überragen, haben sie längst auf den Fahrplan gesetzt. Die Insel, die einst heiß von Engländern und Franzosen umkämpft war, bietet nicht nur dem Auge die geballte Ladung Karibik - sondern vor allem dem Gaumen.

Reise - Maria Holzmüller St. George

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Grenada ist der Feinkostladen der Karibik. Wer einen Tag über die Insel reist, kommt mit den Zutaten für ein opulentes Menü zurück. So wachsen Mangos rechts und links des Weges wie Unkraut - und werden am Straßenrand in der beschaulichen Hauptstadt St. George's für wenige Cent angeboten. Grenada nennt sich selbst "spice island". Dementsprechend fußt die Wirtschaft vor allem auf einer unerlässlichen Zutat gut ausgestatteter Gewürzregale: ...

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... der Muskatnuss. Nach Indonesien ist die kleine Insel, die 1498 von Kolumbus entdeckt wurde, der zweitgrößte Exporteur der pikanten Gewürznuss. Anders als in unseren Küchen oft üblich, wird auf Grenada jedoch nicht nur die gemahlene Muskatnuss in wohldosierten Prisen verwendet. Aus der fleischigen Hülle wird verführerisch süße Marmelade oder dickflüssiger Sirup gekocht. Die leuchtend rote Muskatblüte, Macis genannt, umspannt die reife Nuss noch beim Ernten. Sie ...

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... wird ebenfalls getrocknet und zum Würzen verwendet - aber vor allem wird sie als Konservierungsmittel für Kosmetik und Wurstwaren exportiert.

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Die Nüsse, die eigentlich Kerne sind, werden in einer der antik anmutenden Muskatnuss-Fabriken getrocknet, nach Größe und Güte sortiert - und dann in großen Säcken in die weite Welt geschickt. Aber auch auf der Insel selbst darf eine Prise Muskatnuss über keinem Fisch- und Fleischgericht oder dem traditionell-berüchtigten Rum Punch fehlen. Die ganze Auswahl an Gewürzen finden die Besucher ...

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... auf dem samstäglichen Spice Market in der Hauptstadt St. George's. Von der Muskatnuss, über Nelken, Pfeffer und Zimt bis hin zu verschiedenen Chillisaucen verkaufen die Händler so ziemlich alles, was einem Gericht die nötige Würze verleiht. Verkäuferinnen wie Hazel-Anne, die den Gewürzstand von ihrer Mutter übernommen hat und bereits von Tochter und Enkelin unterstützt wird, beraten jeden Besucher gerne.

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Gewürze allein machen nicht satt - schon allein deshalb lohnt ein Ausflug in den üppigen Regenwald, der die hoch aufragenden Berge der Insel überwuchert. Wer die Augen offen hält, stolpert geradezu über aufragende Ananas-Stauden oder schlanke Papayabäume.

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Mit ein bisschen Glück hängen auch reife Bananendolden über den Weg. Man muss nur zugreifen - wenn einem nicht einer der Affen der Insel zuvorkommt. Ist die Frucht nicht süß genug, gibt es auf Grenada auch Alternativen.

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Auf der Gewürzplantage der Dougalston Estates trocknen in der Sonne Kakaobohnen, die später in der kleinen Manufaktur "The Grenada Chocolate Company" geröstet und gemahlen werden. Am Ende entstehen daraus hochwertige dunkle Schokoladentafeln, die in karibisch buntem Papier verkauft werden.

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Die Karibik ist berühmt für ihren Rum aus Zuckerrohr, und auch in dieser Hinsicht wird man auf Grenada nicht enttäuscht. In der traditionsreichen St. Antoine Destillerie bugsieren Arbeiter das knackige Zuckerrohr per Hand in die von Wasserkraft betriebene Presse. Der Zuckerrohrsaft läuft dann über eine alte Regenrinne in die Gärkessel.

Das Ergebnis am Ende der Destillation ist hochprozentig: Es gibt einen Rum für die Touristen, mit 68 Volumenprozent Alkohol, und einen mit 72 Volumenprozent - für die Einheimischen. Kein Tropfen geht in den Export. Was da ist, wird auch auf der Insel getrunken.

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Wer bislang die Zutaten für den Hauptgang vermisst, der besucht am besten den Fischmarkt in St. George's. Yellow-Fin-Thunfisch, Baracuda und Red Snapper werden hier nur wenige Meter weiter frisch aus dem Meer geholt.

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Am Ende des Tages hat man einen Korb voll karibischer Aromen, Zutaten für ein mehrgängiges Menü und geschmacksintensive Andenken - und kann ganz entspannt einen der malerischen Sonnenuntergänge am Strand genießen. Weißer Sand, Sonne, Wellenrauschen - weitere Zutaten sind hier nicht nötig.

© sueddeutsche.de/dd/boen
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