Hotel auf SizilienSchlafen im Kunstwerk

Gefangen im Turm, ruhen auf dem Dreieck: Im Tusatal auf Sizilien hat ein eigenwilliger Mäzen Hotelzimmer in bewohnbare Kunstwerke verwandelt. Das Werk in Bildern.

Spitz ragt die Pyramide in den Himmel. 30 Meter ist sie hoch, rostbraun sind ihre Wände, die sich ins Weinrot färben, wenn die Sonne auf sie scheint. Sie thront auf einem Gebirgssporn oberhalb des kleinen Tusatals bei Cefalù auf Sizilien. Die Insel ist bekannt für griechische Tempel und normannische Kirchen, arabische Schlösser oder barocke Ortskerne. Aber Pyramiden?

Die Natur hat hier die Oberhand. Palmen und Eukalyptusbäume, blühende Wiesen, Ginster und kraftstrotzende Bougainvilleen wirken wie Balsam auf stadtwunden Seelen. Also nichts wie raus. Doch wo bitte geht es hier zum Meer?

Die Wände des Zimmers sind aus lauter Türen gebildet, doch viele Türen sind verschlossen, hinter anderen stößt man gegen eine Mauer. Das Meer rauscht auf vier großen Videoschirmen, die an der Seitenwand angebracht sind. Aber wo geht es zum richtigen Meer? Und wohin hat es den Besucher hier verschlagen?

Bild: Fondazione Antonio Presti 18. Juni 2010, 19:182010-06-18 19:18:47 © SZ vom 17.6.2010/dd