Exportschlager Weihnachtsmarkt Let's have a Gluhwein!

Bratwurst statt "Fish & Chips", Glühwein statt Tee, Kölsch statt Ale: Weihnachtsmärkte nach deutschem Vorbild sind in Großbritannien nicht mehr wegzudenken.

In fast allen großen Städten gibt es inzwischen "German Markets" - etwa in London, Birmingham, Manchester, Edinburgh und Nottingham. Und es werden immer mehr.

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Der deutsche Weihnachtsmarkt ist auf dem besten Weg, ein Exportschlager zu werden. Allein die britische Hauptstadt zählt dieses Jahr mehr als eine Hand voll Weihnachtsmärkte.

In den schmucken Holzbuden, die sich auf den Märkten aneinanderreihen, stehen nicht selten Verkäufer aus Deutschland, die Leckereien aus der Heimat wie "Gluhwein", Bratwurst und gebrannte Mandeln anbieten.

Ein Stück deutsche Weihnachtskultur

So wie Jerome Harder aus Hamburg. Der 20-Jährige verkauft auf dem Weihnachtsmarkt "Winter Wonderland" im Hyde Park im Zentrum Londons deutsche Süßigkeiten. Zum dritten Mal haben er und seine Familie ihre Holzbude in London statt in Norddeutschland aufgebaut. Das Holzhäuschen wurde ebenso wie die Zuckerware mit der Fähre auf die Insel gebracht. "In Deutschland sind die Weihnachtsmärkte schon gut besetzt. Wir wollten was Anderes ausprobieren, neue Märkte erschließen", sagt Harder.

Aber: "Früher, als das Pfund noch stärker war, hat sich das noch besser rentiert." Besonders gebrannte Mandeln und Cashew-Kerne sowie glasierte Schoko-Früchte laufen gut. "Für die Briten sind Weihnachtsmärkte was ganz Neues, unsere Kunden kaufen immer auch ein Stück deutsche Weihnachtskultur, die auf der ganzen Welt berühmt ist", sagt Harder. "Und unsere deutschen Kunden, die immerhin etwa ein Fünftel ausmachen, kaufen bei uns ein Stück Heimat."

Typisch deutsche Weihnachtsmarktstimmung verspricht auch der "Cologne Christmas Market" aus Köln, der gegenüber von Big Ben direkt an der Themse unweit vom Riesenrad London Eye liegt. Neben deutschem Kunsthandwerk, Bratwurst und Glühwein wird hier auch Kölsch angeboten. Der Markt findet nach Angaben der KölnTourismus GmbH dieses Jahr zum zweiten Mal statt.

Zum ersten Mal mit dabei ist Timo Klein aus Hamburg. Der 26-Jährige verkauft Süßigkeiten. "Kandierte Nüsse laufen besonders gut", sagt er. "Was die Kunden, die meisten sind Touristen, zum Kaufen animiert, ist die deutsche Weihnachtstradition, die sie mit unseren Produkten verbinden."

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