Paris Streit um Warteschlangen legt Eiffelturm lahm

Sechs Millionen Besucher im Jahr 2017: Der Eiffelturm in Paris.

(Foto: dpa)
  • Wegen eines Streits um ein neues Zugangsverfahren wird der Eiffelturm in Paris bestreikt.
  • Die Mitarbeiter wehren sich gegen eine verstärkte Teilung zwischen Online- und Vor-Ort-Tickets, die zu langen Warteschlangen führt.
  • Die knapp 300 Mitarbeiter streikten in den vergangenen Jahren immer wieder.

Der Eiffelturm hat wegen eines Streits um ein neues Zugangsverfahren für Besucher vorerst geschlossen. Aus Protest gegen die Neuregelung und die daraus resultierenden langen Warteschlangen fertigen Mitarbeiter seit Mittwochnachmittag keine Besucher mehr ab. Hintergrund ist eine Auseinandersetzung zwischen Gewerkschaften und der Betreibergesellschaft.

Seit Anfang Juli ist die Hälfte aller täglich zu verkaufenden Tickets Online-Vorbestellungen vorbehalten. Zuvor wurden dafür nur 20 Prozent der Tickets zurückgelegt. Damit einher geht eine Regelung, wonach Käufer verschiedener Ticketarten unterschiedliche Aufzüge nutzen müssen.

Sechs Millionen Besucher im vergangenen Jahr

Zu einigen Tageszeiten wie dem frühen Nachmittag oder dem Abend werden im Internet jedoch weniger Tickets vorbestellt, was nach Angaben der Gewerkschaften häufig zu halbleeren Aufzügen für die Online-Kunden führt - während Menschen ohne Online-Anmeldung draußen bis zu drei Stunden anstehen müssen. Von "monströsen Warteschlangen" sprachen dann auch Arbeitnehmervertreter.

Die Gewerkschaften hatten in der Auseinandersetzung bereits einen Streik für Donnerstag angekündigt. Die Verhandlungen waren am Mittwoch unterbrochen und der Eiffelturm daraufhin geschlossen worden. Im vergangenen Jahr besuchten mehr als sechs Millionen Menschen den Touristenmagneten.

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