AmsterdamReichtum auf dem Rad bewundern

Wohlhabende Kaufleute ließen den Grachtengürtel in Amsterdam bauen - selbst das Arbeiterviertel sieht hier prächtig aus. Tipps für die Rundfahrt mit dem Rad.

Von Katja Schnitzler

Natürlich können Touristen Amsterdam zu Fuß erkunden. Doch wer nicht eine Woche bleiben will, muss in die Trambahnen steigen, um genug von der schönen Altstadt sehen zu können. Sonst bleibt zu viel Zeit für die Wege zwischen Amstel bis Jordaan, von Oude Kerk bis zum Museumsplatz auf der Strecke. Da drängt sich ein anderes Fortbewegungsmittel auf, gerade in Amsterdam: das Hollandrad. Damit lässt sich die Stadt genussvoll erfahren, sobald man verstanden hat, wie die ungeschriebenen Regeln der Amsterdamer sind (die Reportage "Wer bremst, verliert" finden Sie hier).

Ein Wochenende reicht dann bereits für ausgiebige Erkundungen: Am ersten der beiden Tage in Amsterdam liegen fast alle Ziele im Grachtengürtel zwischen Singel-, Heren-, Keizers- und Prinsengracht. Diese Kanäle sind Unesco-Welterbe: Reiche Bürger hatten sich aus der Enge des Zentrums verabschiedet und prachtvolle Häuser ringsum errichten lassen. Weil die Steuer nach Grundstücksbreite erhoben wurde, bauten die geschäftstüchtigen Kaufleute schmale, dafür aber umso tiefere Anwesen. Wer in der Stadt welchen Stand hatte, lässt sich daran ablesen, dass die Herengracht näher als Keizers- und Prinsengracht (im Bild) am Zentrum liegt. In der Herengracht lebten einst die reichsten der Reichen, heute residieren hier Bankhäuser.

Die Tipps für einen weiteren Tag im Zentrum und rund um den Museumplein finden Sie hier.

Bild: Katja Schnitzler 25. August 2016, 15:052016-08-25 15:05:26 © SZ.de/ihe/ghe