Im Zweiten Weltkrieg kämpften vor allem Russen - aber auch Menschen aus den 14 weiteren sowjetischen Teilrepubliken. Abla Begalijew etwa kommt aus Kirgisistan und kämpfte während des Zweiten Weltkriegs in dem militärischen Verband "Ukrainische Front". Als der Krieg endete, fand er sich in Afghanistan wieder.

Die zentralasiatischen Länder hat die einstige Besetzung durch die Sowjetunion in eine regelrechte Identitätskrise gestürzt. Ihre Sprache und traditionelle Kleidung waren verboten, heute versuchen sie an ihre Kultur wieder anzuknüpfen. Der 91-Jährige Begalijew kommt aus einem Dorf, südlich der Hauptstadt von Bischkek. Als junger Mann trug er die Uniform eines Soldaten, auf den jüngsten Fotos erinnern die Orden an diesen Teil der Vergangenheit. Auf dem Kopf trägt er den kirgisischen Kalpak, eine traditionelle Kopfbedeckung aus Filz. Für das untere Bild hat er einen Mantel angezogen, der nur bei besonderen Anlässen getragen wird. Typisch kirgisische Muster schmücken die Teppiche auf den Stühlen.

Bild: Vladimir Pirogov/Reuters 26. April 2015, 09:282015-04-26 09:28:27 © SZ.de/odg