US-Wahlkampf:Trump gewinnt Vorwahl der Republikaner in South Carolina

Lesezeit: 2 min

Donald Trump spricht bei einer Wahlparty in Columbia, South Carolina. (Foto: Win Mcnamee/Getty Images via AFP)

Der Erfolgskurs des ehemaligen Präsidenten bei den Vorwahlen seiner Partei scheint ungebremst. Doch Konkurrentin Nikki Haley gibt nicht auf. Nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf den Super Tuesday.

Ein erneuter Sieg für Donald Trump: Der frühere US-Präsident hat auch die vierte Vorwahl zur Präsidentschaftskandidatur der Republikaner gewonnen. Nach Auszählung von fast aller Stimmen führte Trump laut US-Fernsehsender CNN im US-Bundesstaat South Carolina mit rund 59,8 Prozent und lag damit etwa 20 Prozentpunkte vor Kontrahentin Nikki Haley - sie erreichte 39,5 Prozent. Bereits bei den bisherigen Vorwahlen in Iowa, New Hampshire und Nevada ging der 77-Jährige als Sieger hervor.

Haley, die als politisch moderater und rhetorisch deutlich gemäßigter gilt als Trump, hatte in South Carolina bis zuletzt auf einen Heimvorteil gehofft. Die 52-Jährige ist hier geboren und war von 2011 bis 2017 die erste Frau im Gouverneursamt des Bundesstaats. South Carolina ist ungefähr so groß wie Österreich und hat mehr als fünf Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Rund ein Viertel der Bevölkerung ist schwarz. Die Vorwahl in South Carolina war die erste Abstimmung in einem Südstaat der USA. Trump hatte in South Carolina bereits in Umfragen knapp 30 Prozentpunkte vor Haley gelegen. In landesweiten Umfragen führt er mit noch deutlicherem Vorsprung.

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Bereits mit der Schließung der Wahllokale in South Carolina erklärten mehrere US-Sender unter Berufung auf eigene Prognosen Trump zum Sieger. "Das war ein bisschen früher als wir erwartet haben, und ein noch größerer Sieg als wir erwartet haben", sagte Trump vor jubelnden Anhängern nur weniger Minuten später in seiner Siegesrede. Eine solche Stimmung habe es "noch nie" gegeben, die republikanische Partei sei "nie so geeint wie jetzt" gewesen, sagte er.

Trump-Unterstützer drängen Haley seit Längerem dazu, aus dem parteiinternen Rennen auszusteigen. Vor der Abstimmung in South Carolina hatte Haley aber noch einmal deutlich gemacht, dass das Rennen noch lange nicht vorbei sei und sie nicht aufgeben wolle - und auch nach der Abstimmung in South Carolina zeigte sich Haley ernst, aber kämpferisch.

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Sie habe versprochen, im Rennen zu bleiben, egal, was in South Carolina passiere, sagte sie. "Ich bin eine Frau, die zu ihrem Wort steht." 40 Prozent der Stimmen sei "keine kleine Gruppe", und es gebe eine große Anzahl von Wählern unter den Republikanern, die eine echte Alternative zu Trump wollten, sagte Haley. South Carolina sei erst der vierte Bundesstaat, in dem es eine Entscheidung gegeben habe. In den kommenden zehn Tagen stünden Entscheidungen in zahlreichen anderen Bundesstaaten an. Tatsächlich werden der ehemaligen US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen aber kaum noch Chancen eingeräumt, sich am Ende gegen Trump durchzusetzen.

Trumps Sieg in Haleys Heimat untermauert den Rückhalt des Republikaners bei der Parteibasis. Trotz seiner juristischen Probleme hat er bei seinen Anhängern nicht an Beliebtheit eingebüßt. Es laufen vier strafrechtliche Verfahren gegen ihn, unter anderem wegen seiner Versuche, das Wahlergebnis der Präsidentenwahl 2020 zu kippen, die er gegen den Demokraten Joe Biden verlor.

Der Sieg in South Carolina macht eine Kandidatur Trumps für die Republikaner bei der Präsidentenwahl im November wahrscheinlicher. In jedem Fall liegt nun aber ein besonderes Augenmerk auf dem 5. März, dem sogenannten Super Tuesday. An diesem Tag finden in 15 Bundesstaaten gleichzeitig Vorwahlen der Republikaner statt.

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