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Konflikt mit Iran:USA verlegen weitere Truppen in den Nahen Osten

Donald Trump

Donald Trump bleibt dabei: Zunächt wird es keine militärische Vergeltung gegen Iran geben.

(Foto: dpa)
  • Die Truppen sollen rein defensiver Natur sein und etwaige iranische Angriffe abwehren.
  • Das Kontingent soll allerdings nicht "Tausende" Soldaten umfassen, erklärte US-Verteidigungsminister Espen.
  • Iran dementiert, für Angriffe auf saudische Ölanlagen verantwortlich zu sein.

Im Konflikt mit Iran verlegen die USA nach den Angriffen auf saudische Ölanlagen weitere Truppen in den Nahen Osten. "Der Präsident hat den Einsatz von US-Truppen genehmigt, die defensiver Natur sein werden", sagte Verteidigungsminister Mark Esper am Freitagabend im Pentagon.

Esper sagte, die militärische Verstärkung in der Region solle auf die Verteidigung gegen Luft- und Raketenangriffe ausgerichtet sein. Sowohl Saudi-Arabien als auch die Vereinigten Arabischen Emirate hätten um Unterstützung gebeten. US-Armeechef Joseph Dunford machte am Freitag im Pentagon keine Angaben zur Truppenstärke, sagte auf Nachfrage aber, es werde sich nicht um "Tausende" Soldaten handeln. Dunford kündigte für kommende Woche weitere Details zur Verlegung an.

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Nach den Angriffen auf saudische Ölanlagen spitzt sich der Konflikt Irans mit Saudi-Arabien und den USA weiter zu. "Wir wollen keinen Krieg", erklärt Außenminister Sarif. "Aber wir werden nicht einen Augenschlag zögern, unser Territorium zu verteidigen."

Hintergrund ist der Angriff auf Ölanlagen in Saudi-Arabien. Iran dementiert jede Verantwortung, die von Teheran unterstützten Huthi-Rebellen hingegen hatten sich zu der Tat bekannt. US-Außenminister Mike Pompeo hatte sie daraufhin der Lüge bezichtigt.

In einer am Freitag ausgestrahlten Fernsehansprache kündigte der Präsident des Obersten Politischen Rates der Huthis an, Drohnen- und Raketenangriffe auf Saudi-Arabien einzustellen, wenn auch das Nachbarland seine Angriffe beende. Mahdi Al-Maschat sagte: "Wir hoffen, dass Riad positiv auf die Initiative reagiert."

Seit der einseitigen Aufkündigung des Atomabkommens mit Iran durch die USA vor gut einem Jahr haben die Spannungen zwischen Washington und Teheran immer weiter zugenommen. Die USA wollen Teheran mit harten Sanktionen und einer Politik des "maximalen Drucks" dazu bewegen, einem neuen Abkommen mit härteren Auflagen zuzustimmen und die Unterstützung von Terrorgruppen in der Region einzustellen.

Neben wirtschaftlichen Sanktionen, die die wichtige Öl- und Gasförderung Irans hart getroffen haben, gab es in diesem Jahr ebenfalls schon mehrere Truppenverlegungen der USA in die Region. Iran will sein Atomprogramm allerdings wieder hochfahren.

US-Verteidigungsminister Esper betonte am Freitag, Präsident Trump habe deutlich gemacht, dass die USA keinen Krieg mit Iran wollten. Es stünden jedoch andere militärische Optionen zur Verfügung.

Aus Iran kamen unterdessen neue Drohungen. Der ranghohe schiitische Geistliche Ajatollah Sejed-Ahmad Alamolhoda, der als einer der Chefideologen der Hardliner in Iran gilt, drohte für den Fall eines US-Angriffs mit der Vernichtung Israels. Er verwies auf Verbündete in Syrien, im Libanon und Palästina.

Am Rande der UN-Generaldebatte in New York zeichnet sich unterdessen ein Treffen zwischen Iran und den Ländern des Atomabkommens von 2015 ab - allerdings ohne die USA. Mehrere Diplomaten bestätigten die Vorbereitungen für den voraussichtlich am Mittwoch geplanten Termin der Außenminister von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China mit Iran. Auch Irans Außenminister Sarif kündigte ein solches Treffen vor iranischen Journalisten an.

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