US-Wahl 2016:Republikaner behalten auch im Senat die Mehrheit

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Nation Goes To The Polls In Contentious Presidential Election Between Hillary Clinton And Donald Trump

Neben dem Präsidenten haben die Amerikaner auch über die 435 Mandate im Repräsentantenhaus abgestimmt.

(Foto: AFP)

Somit bleiben beide Kammern des amerikanischen Kongresses in republikanischer Hand. Dabei wäre ein Machtwechsel im Senat möglich gewesen.

Die Republikaner behalten die Kontrolle im Repräsentantenhaus. Das melden mehrere US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf ihre Hochrechnungen.

Das war zu erwarten - die Demokraten hätten 30 Sitze dazugewinnen müssen, um wieder eine Mehrheit im Repräsentantenhaus zu erlangen (letzte Wahl: Republikaner 246, Demokraten 188 Sitze).

Das Unterhaus des Kongresses hat die Vorhand bei Haushaltsfragen, für Gesetze ist die Zustimmung beider Kammern, also auch des Senats, erforderlich.

Mehrheit im Senat kippt nicht

Für eine Machtübernahme in der anderen Kongresskammer, dem Senat, standen die Chancen für die Demokraten besser. Dort hätten sie den Republikanern nur vier Sitze abnehmen müssen (wenn Hillary Clinton Präsidentin wird, ansonsten fünf). Einen davon hatten sie im Laufe des Abends mit der Kandidatin Tammy Duckworth im Bundesstaat Illinois gewonnen. Allerdings konnten sie weder den offenen und bislang republikanischen Sitz in Indiana gewinnen, noch Sitze aus anderen Bundesstaaten für sich beanspruchen.

North Carolina können die Republikaner bei der Senatswahl halten. Der republikanische Amtsinhaber Richard Burr verteidigt seinen Sitz gegen die Demokratin und Bürgerrechts-Aktivistin Deborah Ross. Der 60-Jährige lag zwar in den Umfragen immer knapp vorne. Die Demokraten hofften zwar immer, dass Ross Burr doch noch überholt. Sie musste sich aber geschlagen geben. Und auch in Wisconsin scheiterte der aussichtreiche Demokrat Russ Feingold am Amtsinhaber Ron Johnson.

Ein Drittel des Senats stand zur Wahl. Derzeit haben die Republikaner dort 54 Sitze, die Demokraten 44. Zwei Sitze gehören unabhängigen Senatoren, die aber zum Lager der Demokraten gezählt werden. Mit einem Sieg bei der Senatswahl hätten die Demokraten etwa ihren Einfluss auf die Besetzung des Supreme Court, des höchsten Gerichts der USA, ausbauen können.

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