US-Präsidentschaftswahl 2020 Warren bringt sich als Trump-Herausforderin in Stellung

Trump-Kritikerin Elizabeth Warren will womöglich gegen Trump antreten.

(Foto: AFP)
  • Als erste Demokratin hat Elizabeth Warren eine mögliche Präsidentschaftskandidatur für 2020 öffentlich angekündigt.
  • In ihrer Kampagne will sich die 69-Jährige auf soziale Gerechtigkeit konzentrieren.

Die linke Senatorin Elizabeth Warren bringt sich für die Präsidentschaftswahl 2020 in Stellung. Mit der Gründung eines Komittees, das ihre Chancen ermitteln soll, hat die Demokratin einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einer möglichen Präsidentschaftsbewerbung in ihrer Partei unternommen.

Im Mittelpunkt ihrer Kampagne soll soziale Gerechtigkeit stehen, deutete Warren in ihrer Neujahrsbotschaft an. Warren erklärte auf Twitter, jeder Mensch in den USA sollte in der Lage sein, hart zu arbeiten und für sich und die Menschen, die er liebe, zu sorgen.

Die 69-Jährige, die dem linken Flügel der Demokraten angehört, ist die erste prominente Vertreterin der Partei, die ihre Ambitionen mit einem solchen Schritt öffentlich macht. Die Senatorin aus Massachusetts hat sich in der Vergangenheit heftige Wortgefechte mit US-Präsident Donald Trump geliefert. So bezeichnete Warren, die bei der Wahl 2016 Hilary Clinton unterstützte, Trump als "unsicheren Raffzahn", der von Habgier und Hass getrieben werde. Trump seinerseits zog ihre Aussage über ihre indianischen Wurzeln ins Lächerliche und nannte sie spöttisch "Pocahontas".

Es wird erwartet, dass eine Reihe weiterer Demokraten in den nächsten Wochen folgen werden. Neben Warren gelten der frühere Vizepräsident Joe Biden sowie der unabhängige Senator Bernie Sanders, der 2016 im Vorwahlkampf gegen Hillary Clinton scheiterte, als mögliche Bewerber bei den Demokraten. Auch den Senatoren Cory Booker, Kamala Harris, Amy Klobuchar, Sherrod Brown und Kirsten Gillibrand sowie dem scheidenden Abgeordneten Beto O'Rourke werden Ambitionen nachgesagt.

Es gilt als wahrscheinlich, dass das Bewerberfeld bei den Demokraten sehr groß sein wird. Das war 2016 auch bei den Republikanern der Fall - was den Aufstieg des politischen Außenseiters Donald Trump mit begünstigte. Die Vorwahlen beginnen Anfang 2020 in Iowa. Der Bundesstaat im Mittleren Westen wird schon Monate vorher zum Schauplatz des Wahlkampfes.

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