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US-Präsidentschaftswahl:Trump baut sein Wahlkampfteam um - schon wieder

Donald Trump

"Sie sind Sieger" sagt Donald Trump über die neuen Mitglieder seines Wahlkampfteams.

(Foto: AP)
  • Trump holt Stephen Bannon von dem Medienunternehmen Breitbart News als Geschäftsführer seiner Kampagne ins Boot.
  • Die Meinungsforscherin Kellyanne Conway wird Wahlkampfmanagerin.
  • Einem Bericht der Washington Post zufolge lässt sich die Ernennung von Bannon und Conway als Schritt weg von Paul Manafort, dem Vorsitzenden des Wahlkampfteams, deuten.

Erst Ende Juni feuerte der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump seinen damaligen Wahlkampfmanager Corey Lewandowski, offenbar in der Hoffnung auf bessere Umfragewerte. Nun bildet der Milliardär zum zweiten Mal innerhalb von zwei Monaten sein Wahlkampfteam um: Der 70-Jährige holt Stephen Bannon von dem Medienunternehmen Breitbart News als Geschäftsführer seiner Kampagne ins Boot. Die Meinungsforscherin Kellyanne Conway wird Wahlkampfmanagerin.

Der Nachrichtenagentur AP sagte Trump, er kenne beide Personen seit Langem. "Sie sind hervorragende Leute, sie sind Sieger, sie sind Champions und wir müssen gewinnen", erklärte er. Der Vorsitzende des Wahlkampfteams, Paul Manafort (hier ein Porträt), soll seine derzeitige Rolle behalten. Einem Bericht der Washington Post zufolge lässt sich die Ernennung von Bannon und Conway jedoch als Schritt weg von Manafort deuten.

Die Zeitung schreibt auch, Bannon sei geradezu ein "Alter Ego" von Trump, ein ehemaliger Banker, der als Chef von Breitbart News für seine Kritik am Establishment bekannt geworden ist - in diese Kerbe haut auch Trump, der sich als Alternative zum etablierten Politikbetrieb darstellt.

Über die Umstellung des Wahlkampfteams hatte zuerst das Wall Street Journal berichtet, Conway hat die Meldung inzwischen bestätigt. Beobachter in den USA gehen davon aus, dass, wie schon die Umbildung im Juni, auch dies ein Versuch ist, die nach wie vor schlechten Umfragewerte zu verbessern. Bis zur Präsidentschaftswahl sind es nur noch 82 Tage und Trumps Rivalin, die Demokratin Hillary Clinton, bekommt viel mehr Zustimmung als er. Die neue Wahlkampfmanagerin Conway wollte die Aktion jedoch nicht als Umstrukturierung bezeichnen und sprach stattdessen von einer "Erweiterung in einer arbeitsreichen Zeit am Ende der Kampagne".

© SZ.de/AP/ewid/dayk
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