Umfrage in Deutschland zur Europawahl Martin Schulz liegt klar vorne

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Analyse zur Europawahl

Kampf der Schlachtrösser

Mann gegen Mann: Bei der Europawahl am 25. Mai treten Martin Schulz und Jean-Claude Juncker gegeneinander an; beide wollen EU-Kommissionspräsident werden. Doch sind sie auch die besten Kandidaten? Und verträgt die EU einen Deutschen in dieser Position?

Der Vorsprung gegenüber seinem Konkurrenten Jean-Claude Juncker ist deutlich: Nach dem ARD-Deutschlandtrend wünschen sich immer mehr Deutsche den Sozialdemokraten Martin Schulz als künftigen Präsidenten der EU-Kommission. Allerdings liegt die Entscheidung nicht direkt in ihrer Hand.

Der sozialdemokratische Spitzenkandidat für die Europawahl, Martin Schulz, lässt seinen konservativen Konkurrenten Jean-Claude Juncker nach einer aktuellen Umfrage weit hinter sich. 39 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland sähen Schulz gern als künftigen Präsidenten der EU-Kommission. Vor zwei Wochen waren es noch 33 Prozent.

Juncker kommt dem ARD-Deutschlandtrend zufolge nur auf 22 Prozent (-3 Prozentpunkte). Allerdings kennt etwa eineinhalb Wochen vor der Wahl am 25. Mai immer noch jeder Fünfte mindestens einen der beiden Kandidaten nicht. Erstmals haben die Parteien und Vereinigungen im Europaparlament Spitzenkandidaten für die Europawahl aufgestellt. Der Wahlsieger könnte der nächste Präsident der EU-Kommission werden.

Das Votum der Wähler hat auf die Wahl des EU-Kommissionspräsidenten allerdings nur indirekt Einfluss. Das Recht, den Kandidaten zu nominieren, liegt bei den Staats- und Regierungschefs. Das EU-Parlament stimmt dann über deren Vorschlag ab.

AfD verzeichnet bislang höchsten Wert

Unter den Parteien schneiden die Konservativen am besten ab. 37 Prozent der Befragten würden der Union ihre Stimme geben, wenn kommenden Sonntag Wahl wäre (-2). Die SPD bleibt stabil bei 27 Prozent, Grüne und Linke kommen auf jeweils 9 Prozent. Die FDP liegt mit 3 Prozent hinter der eurokritischen AfD, die mit 7 Prozent ihren bislang höchsten Wert erzielt.

Für die Umfrage hatte das Institut Infratest dimap telefonisch mehr als 1000 Wahlberechtigte befragt.