Trump-Fans in Pennsylvania:"Donald Trump rüttelt dieses Land wach"

Millionen Wähler setzen ihre Hoffnung auf den Immobilien-Milliardär - und halten Hillary Clinton für korrupt. In Pennsylvania fühlen sich viele Bürger vergessen und als Opfer der Freihandelsabkommen.

Von Matthias Kolb, Harrisburg

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Quelle: Matthias Kolb

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John Hubler, 73: "Donald Trump ist kein Heuchler wie all die anderen: Er hat keine Angst, zu sagen, was er denkt. Ich finde es toll, dass er seinen Wahlkampf selbst finanziert. Ich wünsche mir, dass er dafür sorgt, dass hier in Pennsylvania wieder mehr Kohle gefördert wird. Dass Trump angeblich so unpopulär ist, stört mich nicht. Seinetwegen beteiligen sich plötzlich Millionen am politischen Prozess, die seit Jahrzehnten nicht gewählt haben. Er rüttelt dieses Land wach, es ist der Beginn einer Revolution."

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Kaylor Jackson, 56, Harrisburg: "Ich war früher Demokrat, alle in meiner Familie waren das. Ich habe auch beide Male für Obama gestimmt, doch nun bin ich klüger und mache mir meine eigenen Gedanken. Ich wähle Trump, weil er vieles verändern will. Kein Politiker hat jemals so geredet wie er und hoffentlich wächst die Wirtschaft wieder, wenn er Präsident ist. Die jungen Leute brauchen Jobs und meiner Rente hilft es auch. Seine Aussagen über Latinos und Muslime, die sind mir egal, weil mich Außenpolitik nicht interessiert. Was im Rest der Welt passiert, können wir sowieso nicht beeinflussen."

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Noreen Shenk, 48, Glen Rock: "Ich halte Donald Trump für ehrlich, er ist niemandem in der Republikanischen Partei Rechenschaft schuldig. Ich wünsche mir, dass die Mauer zu Mexiko gebaut wird und dass hier in den USA wieder mehr produziert wird. Früher fand ich Ben Carson und Carly Fiorina gut - ich denke, dass nur ein Außenseiter uns helfen kann. Die USA sind ein ganz besonderes Land, ich will nicht, dass wir werden wie Europa. Was ich über Hillary Clinton denke? Sie ist korrupt und schuldet so vielen Leuten einen Gefallen. Ich will nicht, dass sie mein Land regiert."

Trump-Wähler John Hopkin

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John Hopkin, 50, Effort: "Ich habe immer für Republikaner gestimmt, aber die waren typische Politiker: 'Viel Gerede, wenig Action'. Trump ist anders, er ist kein Gauner wie Hillary und er verspricht nicht lauter kostenlose Sachen wie Bernie Sanders. Trump ist einer von uns und wird seine Versprechen einhalten. Er holt die Jobs aus China und Mexiko zurück, davon werden auch junge Leute wie mein Sohn Jake profitieren. Dass Trump Milliardär ist, zeigt doch nur, wie smart er ist. Ich bin hundertprozentig sicher, dass die Mauer zu Mexiko gebaut wird - und das ist nur der Anfang."

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Steve Johansen, 34, Harrisburg: "Ich habe das Gefühl, dass die Politiker uns vergessen haben. Egal ob sie in Washington gute Arbeit leisten oder nicht: Die Abgeordneten erhalten beste Gesundheitsversorgung, hohe Renten und all diese Sachen. Für uns hat sich vor Trump niemand wirklich interessiert. Ich habe mit vielen Freiwilligen ein Wahlkampfbüro aufgebaut und wir sind begeistert, weil endlich jemand so redet wie wir. Wir brauchen Jobs und sichere Grenzen. Wir Amerikaner suchen jemand, der echt und authentisch ist - deswegen mag ich auch Bernie Sanders, obwohl ich mit seinen Vorschlägen nicht übereinstimme."

© SZ.de/joku/ewid
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