Terrorismus:Ein Wahn mit dem Kürzel RAF

Terrorismus: "Deutscher Herbst": 1977 entführten RAF-Terroristen den damaligen Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer und ermordeten seinen Fahrer und drei Polizisten.

"Deutscher Herbst": 1977 entführten RAF-Terroristen den damaligen Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer und ermordeten seinen Fahrer und drei Polizisten.

(Foto: -/dpa)

Fast drei Jahrzehnte überzog die Rote-Armee-Fraktion die Bundesrepublik mit Banküberfällen und Bombenanschlägen, Entführung und Mord. Die Geschichte ging über sie hinweg - doch manche Taten sind noch immer nicht aufgeklärt.

Von Willi Winkler, Hamburg

"Die Stadtguerilla in Form der RAF ist nun Geschichte", so hochtönend endete im April 1998 die Auflösungserklärung einer terroristischen Vereinigung, die sich 1970 in beispielloser Selbstüberschätzung in den bewaffneten Kampf gegen die Bundesrepublik Deutschland gestürzt hatte. Der Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll sprach von einem "Krieg von 6 gegen 60 000 000", und tatsächlich waren es nur ein paar Dutzend Männer und Frauen, die in den folgenden Jahrzehnten Westdeutschland mit Banküberfällen und Bombenanschlägen, mit Entführung und Mord überzogen.

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