bedeckt München 30°

Sudan:18 Tote bei Absturz von Lazarettmaschine

Nach Angaben der Hilfsorganisation Roter Halbmond sollte das Flugzeug Patienten in die Hauptstadt fliegen. Die Menschen waren bei heftigen Kämpfen verletzt worden.

Im Sudan sind beim Absturz einer Lazarettmaschine des Militärs nach offiziellen Angaben alle 18 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Bei den Toten handele es sich um sieben Besatzungsmitglieder, drei Richter und acht weitere Zivilisten, teilt der Sprecher des Militärs, General Amer Muhammad Al-Hassan, mit.

Das Flugzeug vom Typ Antonow habe fünf Minuten nach dem Start vom Flughafen der Stadt El Geneina im Westen des Landes aus unbekannter Ursache an Höhe verloren und sei am Boden zerschellt. Ihr Ziel war Khartum, die Hauptstadt des ostafrikanischen Landes.

Das Flugzeug sollte nach Angaben der sudanesischen Hilfsorganisation Roter Halbmond Patienten zur Behandlung in die Hauptstadt fliegen. Die Menschen seien in den vergangenen Tagen bei heftigen Kämpfen in den vergangenen Tagen zwischen rivalisierenden Volksgruppen in Darfur verletzt worden. Dabei habe es nach Angaben des Roten Halbmondes insgesamt 48 Tote und Dutzende Verletzte gegeben.

In Darfur an der Grenze zum Tschad kämpfen Rebellen seit mehr als einem Jahrzehnt gegen Truppen der Zentralregierung und mit ihnen verbündete lokale arabische Milizen.

© SZ.de/dpa/aner

Sudan
:Ex-Präsident verurteilt

Mit harter Hand hatte er den Sudan fast 30 Jahre lang regiert. Nun muss der gestürzte Machthaber Omar al-Baschir selbst in Haft. Ein Gericht in Khartum verurteilte den 75-Jährigen wegen Korruption zu zwei Jahren Arrest. Weitere Verfahren warten.

Von Dunja Ramadan

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite