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Ströbele und Schily im Gespräch:Die Weggefährten

Hans-Christian Ströbele und Otto Schily im Berliner Tiergarten vor dem Interview. Noch lachen sie.

(Foto: Urban Zintel)

Hans-Christian Ströbele und Otto Schily haben gegen den Vietnamkrieg demonstriert, als Anwälte gemeinsam Terroristen verteidigt und als Politiker deutsche Geschichte geschrieben. Trotzdem könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Ein Streitgespräch.

Interview: Thomas Bärnthaler und Gabriele Herpell

Hans-Christian Ströbele kommt mit dem Rad, etwas wackelig, aber rüstig: Jeans, zu großes Sakko, Turnschuhe. Die überstandene Krankheit sieht man ihm an, er wirkt hager. Otto Schily fährt mit eigenem Fahrer vor, 15 Minuten zu spät, was Ströbele schon erwartet hatte: "Das war immer so." Schily, kräftige Statur, natürlich im Dreiteiler, geht langsam und auf einen Gehstock mit goldenem Knauf gestützt. Die beiden haben zusammen die Terroristen der RAF verteidigt, waren Mitbegründer der Grünen. Der eine wurde später Innenminister und Law-and-Order-Mann der SPD, der andere moralische Instanz der Grünen. Die Begrüßung fällt sachlich aus. Beide haben sich lange nicht gesehen, haben aber - das werden die nächsten zwei Stunden zeigen - noch einige Rechnungen offen. Ströbele bestellt Eisschokolade, Schily bittet darum, "die freundlichen Gehilfen" mögen ihm doch bitte schön ein Wasser bringen.

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