Assistierter Suizid:"Niemand soll sich überflüssig fühlen"

Assistierter Suizid: Es gibt ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben - das hat das Bundesverfassungsgericht 2020 geurteilt. Seither sucht die Politik nach einer Regelung.

Es gibt ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben - das hat das Bundesverfassungsgericht 2020 geurteilt. Seither sucht die Politik nach einer Regelung.

(Foto: mauritius images)

Der Deutsche Bundestag debattiert über Hilfe zum Suizid - und lehnt zwei Gesetzentwürfe ab. Damit bleibt das Thema für Betroffene in einer rechtlichen Grauzone. Doch einen Fortschritt gibt es.

Von Sina-Maria Schweikle und Annette Zoch

"Wir reden in Deutschland zu wenig über den Tod", sagt Otto Fricke (FDP) und blickt hoch auf die Zuschauertribüne. Junge Menschen sitzen dort und lauschen der Bundestagsdebatte zur möglichen Neuregelung des assistierten Suizids. Er richtet das Wort auch an sie: "Eine der wichtigsten Aufgaben einer Gesellschaft ist es doch, über solche Dinge zu reden." Man rede mittlerweile über fast alles in den elektronischen Medien, "aber sobald es auf das Thema Tod kommt, zucken wir zusammen", sagt Otto Fricke.

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