
Israel:Waffenruhe in Nahost gescheitert
Iran feuert Raketen auf Israel, das israelische Militär reagiert seinerseits mit Luftangriffen. US-Präsident Trump fordert beide Seiten zur Deeskalation auf.

Iran feuert Raketen auf Israel, das israelische Militär reagiert seinerseits mit Luftangriffen. US-Präsident Trump fordert beide Seiten zur Deeskalation auf.


Der Staat Israel und israelische Rüstungsfirmen haben 2025 mit dem Ausland Verträge im Wert von 16,5 Milliarden Euro abgeschlossen. Ein Rekord. Systeme, die in Gaza, Libanon und Iran im echten Einsatz erprobt wurden, sind weltweit gefragt.

Tausend Tote und Verletzte, Hunderttausende auf der Flucht: Ein echter Waffenstillstand sieht anders aus.


Israels Armee dringt so tief in Libanon ein wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr. Für die internationalen Vermittlungsbemühungen bedeutet das nichts Gutes.


Israels rechtsextremer Minister Smotrich will den Beduinenort Chan al-Ahmar von der Landkarte streichen. Wird so das Ende der Zweistaatenlösung besiegelt?

15 000 Einwohner, zwei Rüstungskonzerne: Das schwäbische Oberndorf boomt dank der Zeitenwende. Doch der Wohlstand hat eine düstere Vorgeschichte.

Während USA und Iran über ein Abkommen verhandeln, kündigt der israelische Premierminister eine Offensive gegen Stellungen der Hisbollah an. Er hat dabei auch die nächsten Wahlen im Blick.

Die Stoßrichtung der Iran-Gespräche macht deutlich, dass wichtige israelische Interessen wie etwa das iranische Raketenprogramm kaum eine Rolle spielen.

Die eigentliche Krise in Israel sei nicht der Krieg, sagt der Nahostexperte Simon Wolfgang Fuchs. Sondern die Unfähigkeit zu tragfähigen Zukunftsvisionen.

Itamar Ben-Gvir demütigt Friedensaktivisten, marschiert auf den Tempelberg und fordert die Vertreibung von Palästinensern. Sein Land distanziert sich, aber viele wählen ihn trotzdem.

Aktivisten der Hilfsflottille für Gaza beschweren sich über öffentliche Erniedrigungen und Misshandlungen in Israel. Italien und Frankreich bestellen die israelischen Botschafter ein. Und Deutschland?

Itamar Ben-Gvir führt Teilnehmer einer Hilfsflottille nach Gaza vor laufenden Kameras gefesselt und auf Knien vor. Seine Anhänger feiern ihn als Helden, doch Israels Ansehen schadet er.

Israels rechtsextremer Finanzminister Smotrich erwartet, dass der Internationale Strafgerichtshof gegen ihn Haftbefehl beantragt. Zur Antwort kündigt er neue Härten gegen Palästinenser an.

Die Knesset entscheidet am Mittwoch voraussichtlich über ein Gesetz zur eigenen Auflösung. Auslöser der Krise ist der Streit über die Wehrpflicht für Ultraorthodoxe.

In Jerusalem ist der vierte interreligiöse Marsch wieder ein Ruf nach einem friedlichen Miteinander. Ein Ruf, der kaum gehört wird, aber nicht verstummt.