Für die Sozialdemokraten beginnt damit ein erneuter Umbruch. Kommissarisch übernimmt ein Trio die Parteiführung: Malu Dreyer (rechts), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, und Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD-Landesvorsitzender in Hessen.

Ihre Aufgabe an der Parteispitze ist es vor allem, die Erneuerung der Partei weiterzuführen und den Prozess zur Wahl eines neuen Vorsitzenden einzuleiten. Alle drei kommissarischen Parteichefs haben angekündigt, nicht selbst für den Vorsitz zu kandidieren.

Bis zum 1. September können Mitglieder ihre Kandidatur für den SPD-Vorsitz verkünden. Ausdrücklich erwünscht sind Bewerberduos. Von Anfang September an sollen sie sich dann auf 23 Regionalkonferenzen präsentieren, bevor die Mitglieder im Oktober abstimmen. Das Ergebnis soll am 26. Oktober vorliegen. Vereint niemand mehr als die Hälfte der Stimmen auf sich, soll es zu einer zweiten Befragung über die beiden Erstplatzierten kommen. Wer dann vorne liegt, wird vom Vorstand auf dem Parteitag als künftige Spitze vorgeschlagen.

Um ins Rennen um die Parteispitze einsteigen zu können, benötigen die Kandidaten die Unterstützung von mindestens einem SPD-Landesverband oder von fünf Kreisverbänden. Hier sind die Bewerberduos, die die nötige Unterstützung bereits erreicht haben.

Bild: AFP 28. August 2019, 19:412019-08-28 19:41:03 © SZ.de/blani/fued/mcs