Schorsch Kamerun und Winfried Kretschmann im Gespräch "Mir tut es echt weh, die Welt in diesem Zustand zu sehen"

Schorsch Kamerun und Winfried Kretschmann im Park der Villa Reitzenstein, Kretschmanns Regierungssitz in Stuttgart.

(Foto: Robert Brembeck)

Ein Gespräch zwischen Schorsch Kamerun und Winfried Kretschmann über die Frage, ob wir im richtigen oder im falschen System leben. Und über Windräder, Hannah Arendt und James Bond.

Interview: Tobias Haberl, SZ-Magazin

SZ-Magazin: Herr Kamerun, als wir Sie gefragt haben, welchen Politiker Sie gern mal treffen würden, haben Sie sofort Winfried Kretschmann genannt. Warum

Schorsch Kamerun: Weil ich in den letzten Jahren immer wieder in Stuttgart am Theater gearbeitet und die Stadt ein bisschen kennengelernt habe. Dabei fiel mir ein riesiger Widerspruch auf, der mich sehr beschäftigt.

Welcher denn?

Kamerun: Immer wenn ich mit dem ICE in Stuttgart einfahre, werde ich wütend wegen dieses monströsen Lochs der Stuttgart-21-Baustelle. Ich kenne unzählige Menschen ...