Stellvertreter-Kandidaten der US-Republikaner:Wer wird Romneys Vize?

Lesezeit: 4 min

Eine Frau, einen Sohn indischer Einwanderer oder ein Tea-Party-Idol: Wen auch immer US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney zu seinem Vize macht, er trifft damit eine wichtige strategische Entscheidung im Duell gegen Obama. Diese Republikaner sind in der engeren Wahl.

Christian Wernicke, Washington

Die Außenpolitkerin

Condoleeza Rice

Condoleeza Rice

(Foto: AP)

George W. Bush verehrte seine "Condi", pries die Politikprofessorin und Russlandexpertin von der Stanford University einst als seine "Vertraute". Doch genau diese Nähe zum 43. US-Präsidenten trübt die Aussichten der prominentesten schwarzen Republikanerin, ins Machtzentrum in Washington zurückzukehren.

Das Antlitz der ehemaligen Sicherheitsberaterin und Außenministerin erinnert Millionen Amerikaner bis heute an den vermaledeiten Irak-Krieg und überhaupt an die Bush-Ära, die mit einer Finanzkrise endete, unter deren Folgen das Land bis heute darbt.

Mitt Romneys Ehefrau Ann soll ihn bedrängt haben, erstens eine Frau und zweitens Rice als Vize zu erwägen. Und obwohl Rice unermüdlich sagt, sie wolle das Amt nicht - die Gerüchte halten sich, dass Romney sich mit ihr die außenpolitische Kompetenz erwerben wolle, an der es ihm bisher mangelt.

Gegen Rice, die als Kind im rassistisch vergifteten Alabama aufwuchs, spricht freilich, dass sie keinerlei Wahlkampf-Erfahrung hat. Die 57-Jährige wurde für ihre Posten stets nominiert. Zudem würde Romney einen schlagkräftigen Teil der republikanischen Basis verprellen: Rice befürwortet das Recht auf Abtreibung - weshalb die Gegner dieses Rechts bereits drohen, Romney mit dieser Frau an seiner Seite die Gefolgschaft zu verweigern.

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