bedeckt München 26°

Nach Vorwahl-Schlappe in South Carolina:Republikaner Romney will Steuererklärungen veröffentlichen

Ein Angriffspunkt weniger: Nach seiner überraschenden Niederlage bei den Vorwahlen der US-Republikaner in South Carolina will Mitt Romney seine Steuererklärungen für 2010 und 2011 früher als geplant veröffentlichen - schon am kommenden Dienstag. Denn seine mangelnde Transparenz in der Steuerfrage kostete viel Vertrauen. Und die nächsten Vorwahlen stehen schon an.

Nach dem Überraschungssieg von Newt Gingrich bei der US-Vorwahl in South Carolina ist das Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur wieder völlig offen. Der Multimillionär Mitt Romney war dem einstigen Sprecher des Repräsentantenhauses bei der Abstimmung am Samstag unerwartet deutlich unterlegen. Der Ex-Gouverneur von Massachusetts muss nun unbedingt die nächste Vorwahl am 31. Januar in Florida gewinnen, wenn er seinen Wahlkampf in Schwung halten will.

Mitt Romney, Ann Romney

Mitt Romney in South Carolina: "Wir müssen noch einen weiten Weg gehen."

(Foto: AP)

Romney zieht daher nun Konsequenzen: Weil er in den Fernsehdebatten vor den Abstimmungen über Forderungen nach Veröffentlichung seiner Einkommensverhältnisse ins Stolpern geraten war, räumte Romney am Sonntag ein, dass er einen Fehler gemacht habe. In einer Sendung von Fox News gab er bekannt, dass er seine Steuererklärungen für 2011 und 2010 am kommenden Dienstag im Internet publik machen werde. Er kündigte außerdem einen entschlossenen Kampf um jede Stimme bei den kommenden Vorwahlen an.

Seine Niederlage hatte Romney schon kurz nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend eingeräumt. "Wir müssen noch einen weiten Weg gehen", sagte der Wirtschaftsfachmann aus Boston. Erneut präsentierte sich Romney als Verfechter der "Ideale freien Unternehmertums und freier Wirtschaft".