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Regierung - Stuttgart:Bauministerin möchte neue Maßnahmen für mehr Wohnraum prüfen

Baden-Württemberg
Nicole Razavi (CDU), Bauministerin von Baden-Württemberg, nimmt an einer Sitzung teil. Foto: Bernd Weissbrod/dpa/Archivbild. (Foto: dpa)

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Stuttgart (dpa/lsw) - Um neuen Wohnraum zu schaffen, möchte Wohnungsbauministerin Nicole Razavi auch auf bislang ungenutzte Maßnahmen setzen. So müsse man zum Beispiel prüfen, ob man auf Supermärkte, die in der Regel einstöckig seien, ein Stockwerk zum Wohnen draufsetzen kann, sagte die CDU-Politikerin der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwoch). Büroräume in Wohnraum umzuwandeln bezeichnete Razavi als "Riesenchance", um so "auch die Innenstädte neu zu beleben".

Die grün-schwarze Koalition hat sich zudem eine Nachverdichtung in Einfamilienhaussiedlungen vorgenommen. Akzeptanz sei das Stichwort, betonte Razavi im Gespräch mit den Zeitungen. "Ich will den Menschen auf gar keinen Fall vorschreiben, wie sie zu leben und was sie zu tun haben." Doch man wolle eventuell Anreize dafür schaffen, wie man aus dem Obergeschoss im klassischen Einfamilienhaus eine separate Wohnung machen kann, die vermietet werden kann, sagte die Ministerin.

Zugleich verwies Razavi auf Erfolge durch die Wohnraumoffensive und den Grundstücksfonds. "Beides zeigt: Ohne Förderprogramme wird es nicht gehen." Natürlich stehe alles unter Finanzierungsvorbehalt, sagte die Ministerin. Aber das erklärte Ziel der Koalition, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sei ohne zusätzliche Fördermittel nicht zu erreichen.

Der SPD-Wohnungsbauexperte Daniel Born teilte mit, er hoffe, dass den Worten auch rasch Taten folgen werden. Das Prüfen müsse jetzt schnell gehen, denn im Wohnungsbau müsste das Land schon längst im Machen sein. "Das Problem ist nur: In der vergangenen Legislaturperiode haben Grüne und CDU alle Vorschläge für neue Maßnahmen abgelehnt", sagte Born.

© dpa-infocom, dpa:210616-99-11833/3

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