Prognosen zur Europawahl SPD legt deutlich zu - AfD über sechs Prozent

Erste Prognosen sehen deutliche Zugewinne für die SPD: Bei der Europawahl verbessern die Sozialdemokraten ihr Ergebnis klar. Die EU-kritische Alternative für Deutschland zieht erstmals ins EU-Parlament ein. Die meisten Stimmen erhält die Union.

Die Sozialdemokraten mit ihrem Spitzenkandidaten Martin Schulz legen bei der Europawahl deutlich zu. Nach der Prognose der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF kommt die SPD auf 27,5 Prozent (2009: 20,8 Prozent).

Die EU-kritische Alternative für Deutschland kommt auf Anhieb auf 6,5 Prozent der Stimmen.

Die Unionsparteien verlieren leicht, bleiben aber mit 36 Prozent weiterhin stärkste Kraft (2009: 37,9 Prozent). Interessant hierbei ist, dass die Verluste der Union der ARD-PRognose von Infratest Dimap zufolge allein auf das Konto der CSU gehen sollen.

Der Abwärtstrend der FDP setzt sich auch bei der Wahl zum Europaparlament fort. Die Liberalen erhalten gerade einmal drei Prozent der Stimmen. 2009 waren es noch elf Prozent. Da das Bundesverfassungsgericht die Drei-Prozent-Hürde im Februar gekippt hatte, werden sie dennoch sicher ins Parlament einziehen.

Die Grünen verlieren leicht: von etwas mehr als 12,1 Prozent im Jahr 2009 auf nun 10,5 Prozent. Die Linke kommt nahezu unverändert wieder auf 7,5 Prozent.

Die Ergebnisse der ARD-Prognose von Infratest Dimap sind weitgehend ähnlich. Größere Unterschiede gibt es allein bei den Grünen, die Infratest zufolge sogar auf 10,9 Prozent der Stimmen kommen. Auch den Linken bescheint die ARD-Prognose ein etwas besseres Ergebnis: 7,8 Prozent statt 7,5 Prozent, wie sie das ZDF ausweist.

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