Tödliche Polizeieinsätze:Wenn nicht mal zwei Sekunden bleiben

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Tödliche Polizeieinsätze: "Es gibt kein Drehbuch für solche Situationen": Mitglied eines Polizei-Spezialkommandos mit einer Maschinenpistole bei einem Einsatz.

"Es gibt kein Drehbuch für solche Situationen": Mitglied eines Polizei-Spezialkommandos mit einer Maschinenpistole bei einem Einsatz.

(Foto: Lukas Schulze/picture alliance / dpa)

Fünf Menschen kamen 2022 in Deutschland bisher durch Schüsse der Polizei ums Leben - in allen Fällen berief man sich auf Notwehr. Das richtige Training für solche Situationen bekommen längst nicht alle Beamten.

Von Joachim Käppner

Das Video ist schockierend, es ging um die Welt, in den USA führte es zu massiven Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt: Der qualvolle Tod von George Floyd, dem ein Polizist das Knie auf den Hals drückte. Inzwischen hat die Debatte, ob Polizisten zu schnell Gewalt ausüben und gegen wen, auch Deutschland erreicht; sie ist nun nach den Dortmunder Todesschüssen auf einen 16-jährigen Geflüchteten wieder aufgeflammt. Etwa 250 Demonstranten zogen am Dienstag durch die Dortmunder Nordstadt - wo die Schüsse gefallen waren -, gewaltfrei, aber aufgewühlt. Manche riefen vor der Polizeiwache "Mörder!"; Redner berichteten von rassistischen Übergriffen durch Polizisten, die sie selber erlebt hätten.

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