Politik kompakt Linke Reformer wollen Bartsch als Vorsitzenden

Die seit Monaten zerstrittene Linke sucht Orientierung, am besten noch einen Reformer, der die Misere unter den Vorsitzenden Lötzsch und Ernst beendet. Einem Zeitungsbericht zufolge sieht der Reformflügel nur einen einzigen möglichen Kandidaten.

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Der Reformflügel der Linkspartei drängt einem Zeitungsbericht zufolge Fraktionsvize Dietmar Bartsch, für den Parteivorsitz zu kandidieren. Er solle seine Kandidatur nach der Berlin-Wahl am 18. September oder spätestens nach dem Programmparteitag Mitte Oktober anmelden, berichtet die Mitteldeutsche Zeitung unter Berufung auf führende Parteikreise.

Wenn es nach dem Reformflügel der Linkspartei geht, soll Dietmar Bartsch bald neuer Vorsitzender werden.

(Foto: Getty Images)

Ein Bundestagsabgeordneter vom Reformflügel sagte dem Blatt: "Dietmar Bartsch will." Bartsch selbst wollte das weder bestätigen noch dementieren. Dem Bericht zufolge gilt Bartsch unter Parteireformern als der Einzige, der die Partei aus ihrer Misere unter den aktuellen Vorsitzenden Gesine Lötzsch und Klaus Ernst führen kann.

Er soll Unterstützung in allen ostdeutschen Landesverbänden, aber auch in Bremen und Schleswig-Holstein haben - und zwar nicht nur bei Reformern. Die Unterstützer drängten ihn auch, sich einer Mitgliederbefragung zu stellen, hieß es. Vom Amt des Bundesgeschäftsführers hatte sich Bartsch im Frühjahr 2010 zurückgezogen, nachdem Fraktionschef Gregor Gysi ihm Indiskretionen gegen den Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine vorgeworfen hatte.

(dpa)

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