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Parteien - Stuttgart:Grüne wollen deutlich weniger Autos in Baden-Württemberg

Sindelfingen (dpa/lsw) - Die Südwest-Grünen fordern in den Städten eine Halbierung der Fahrzeuge bis zum Jahr 2030. Landesweit soll die Zahl im Vergleich zu heute um ein Drittel sinken. Das geht aus einem Papier zum Klimaschutz hervor, das der Landesparteitag am Sonntag in Sindelfingen (Landkreis Böblingen) beschlossen hat.

Zudem wollen die Grünen schnellstmöglich ein klimaneutrales Baden-Württemberg, nennen da aber keine konkrete Jahreszahl. Maßgeblich sollen die Pariser Klimaschutzziele sein. 2015 hatte die Weltgemeinschaft vereinbart, die globale Erwärmung möglichst bei 1,5 Grad zu stoppen, um katastrophale Folgen abzuwenden.

Der Grünen-Landesvorstand hatte ursprünglich in dem Antrag formuliert, dass Baden-Württemberg bis zum Jahr 2040 klimaneutral wirtschaften soll. Auf dem Parteitag gab es aber deutliche Rufe, dass diese Zielmarke zu weit entfernt sei. Schließlich folgten die Delegierten dem Vorschlag der Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl, kein Zieljahr zu nennen, sondern sich darauf zu verpflichten, die Maßgabe des 1,5 Grad-Zieles zu erreichen.

Der Grünen Jugend geht das beschlossene Papier nicht weit genug. Der Landesvorsitzende Deniz Gedik sagte: "Es ist gut, dass die Landespartei sich dazu bekennt, die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken. Nachdem über 1,4 Millionen Menschen am Freitag für eine ambitionierte Klimapolitik auf die Straße gegangen sind, ist das aber nicht genug." Auch Aktivisten der Bewegung Fridays for Future hatten von den Grünen ehrgeizigere Ziele zum Klimaschutz gefordert.

Baden-Württemberg verfehlt seine selbstgesteckten Klimaschutzziele für das Jahr 2020. Eigentlich sollten die Treibhausgasemissionen bis dahin im Vergleich zu 1990 um 25 Prozent sinken. Bis heute wurde eine Minderung von 12 Prozent erreicht.