1932 schien der Stern der NSDAP zu sinken. Interne Flügelkämpfe schwächten Hitlers Partei. Erreichten die Nazis bei der ersten Reichstagswahl des Jahres noch 37,3 Prozent, stimmten bei der Neuwahl nur noch 33 Prozent für Hitler.

Mehrere Präsidialkabinette ohne parlamentarische Mehrheit wechselten in kurzer Folge. Anfang 1933 glaubten Nationalkonservative sich Hitler zunutze machen zu können, indem sie ihn in die Regierung holten - und gleichzeitig instrumentalisieren und kleinhalten wollten. Den Januar über verhandelten sie im Geheimen mit dem Ober-Nazi - und sprachen dann beim greisen, ebenfalls im vordemokratischen Denken verwurzelten Reichspräsidenten Paul von Hindenburg vor.

Im Bild: Reichspräsident Hindenburg 1930 in der Uniform der Kaiserlichen Armee samt Pickelhaube.

Bild: SZ Photo 30. Januar 2013, 10:452013-01-30 10:45:05 © SZ.de/odg/sana