Am Ende ist die Bühne fast zu klein für alle. Die Forscher der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster haben gerade ihre Studie zu sexuellem Missbrauch im Bistum vorgestellt und wollen die Untersuchung nun offiziell übergeben - zuerst an die Betroffenen, erst danach an Bischof Felix Genn. Und plötzlich gesellen sich zu den zwei Betroffenen-Vertretern immer mehr Personen, stellen sich neben und hinter sie. Sie alle sind Opfer sexualisierter Gewalt durch Kleriker geworden, sie wollen ihr Gesicht zeigen, das Schweigen brechen.
MissbrauchDas System Kirche
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Berichte von mehr als 60 Männern und Frauen, bischöfliche Akten und Geheimakten: Das floss in ein neues Gutachten zu Missbrauchsfällen im Bistum Münster ein. Die Verfasser hatten dabei einen besonderen Fokus.
Von Annette Zoch, München
