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Saudi-Arabien:Staatsanwalt in Riad: Tötung Khashoggis geschah "mit Vorsatz"

Das Schicksal Jamal Khashoggis bewegt weltweit: Anfang Oktober demonstrierten Journalisten vor der saudi-arabischen Botschaft in Sri Lankas Hauptstadt Colombo.

(Foto: AFP)
  • Die Verdächtigen in der Khashoggi-Affäre haben die Tötung des saudischen Journalisten nach Einschätzung der Behörden in Riad vorab geplant.
  • Die türkischen Ermittler hätten entsprechende Informationen übergeben, teilte der Generalstaatsanwalt mit.

Der Generalstaatsanwalt Saudi-Arabiens hat unter Berufung auf die türkischen Ermittlungen die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi als eine vorsätzlich geplante Tat bezeichnet. "Die Informationen der türkischen Behörden legen nahe, dass das Handeln der Verdächtigen im Fall Khashoggi vorsätzlich war", hieß es in einer von der staatlichen saudi-arabischen Nachrichtenagentur veröffentlichten Erklärung der Staatsanwaltschaft.

Erst nach massivem internationalen Druck hatte Saudi-Arabien vor einigen Tagen überhaupt zugegeben, dass der regierungskritische Journalist dort ums Leben gekommen war. Die Behörden nahmen 18 Verdächtige fest. Die bisher von Riad offiziell verbreitete Version zu dem Todesfall besagte allerdings, dass Khashoggi bei einem "Faustkampf" im Konsulat zu Tode gekommen sei.

Khashoggi war Anfang Oktober in das saudi-arabische Konsulat in Istanbul gegangen, um Unterlagen für seine Hochzeit abzuholen. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman kündigte eine strenge Bestrafung der Täter an. Der 33-Jährige steht unter zunehmendem Druck des Westens: US-Präsident Donald Trump sagte, der Kronprinz trage die Verantwortung für den Einsatz, der zum Tod des Regierungskritikers geführt hatte.

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