Jamal Khashoggi 2015 in Bahrain
Fall Khashoggi

USA verhängen Sanktionen gegen 17 Saudis

Alle 17 Personen seien in die die "abscheuliche Ermordung" des Journalisten der Türkei verwickelt, heißt es aus Washington. Von den Strafmaßnahmen betroffen ist auch ein hochrangiger Berater des Kronprinzen Mohammed bin Salman.

Getöteter Journalist Khashoggi

Weitere Hinweise auf Verwicklung von Kronprinz bin Salman

Ein Mitglied des Tötungskommandos hat laut einem Bericht kurz nach der Tat einem Vorgesetzten gesagt, er solle "seinem Chef" Bescheid geben. US-Geheimdienstler glauben, damit sei Salman gemeint.

Markus Söder (CSU) und Hubert Aiwanger (Freie Wähler)
SZ Espresso

Nachrichten am Morgen - die Übersicht für Eilige

Was wichtig ist und wird.

Von Martin Anetzberger

Mohammed bin Salman, Salah Khashoggi
Getöteter Journalist

Khashoggis Familie will Beerdigung in Medina

Eine Beisetzung in der für Muslime heiligen Stadt sei "alles, was wir jetzt wollen", sagt sein Sohn Salah. Er vertraue dem saudischen König Salman, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen würden.

Vor den Kongresswahlen in den USA
Sanktionen gegen Iran

Moral spielt bei Trump keine Rolle

Der US-Präsident bestraft Iran mit Sanktionen, weil das Land Unruhe in der ganzen Region stiftet. Das gilt allerdings auch für Saudi-Arabien. Doch hier lässt er Milde walten.

Kommentar von Moritz Baumstieger

Fall Khashoggi

"Gemäß einem zuvor gefassten Plan erwürgt"

Die Türkei veröffentlicht neue Details im Mordfall Khashoggi. Ein saudischer Staatsanwalt hatte das Land zuvor verärgert. Druck bekommt Riad auch aus den USA.

Von Moritz Baumstieger

Getöteter Journalist

Türkischer Staatsanwalt: Khashoggi wurde erwürgt

Der Regimekritiker wollte im saudisch-arabischen Konsulat Papiere für seine Hochzeit abholen und sei direkt beim Betreten getötet und anschließend zerstückelt worden, heißt es aus Istanbul.

A coast guard boat 'Alriyadh' for Saudi Arabia is pictured at the Luerssen Peene shipyard in Wolgast
Rüstungsexportstopp

Wenn die blauen Tore zugehen

Auf der Peene-Werft in Wolgast werden Patrouillenboote für Saudi-Arabien gebaut. Doch nach dem Mord am saudischen Journalisten Khashoggi sind der Milliardendeal und bis zu 2000 Arbeitsplätze in Gefahr. Ein Ortsbesuch.

Von Peter Burghardt, Wolgast

Sicherheitskonferenz in Bahrain

Harte Worte gegen Riad im Fall Khashoggi

US-Verteidigungsminister Mattis und Bundesverteidigungsministerin von der Leyen fordern Aufklärung und die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien. Der saudische Außenminister al-Jubeir wehrt sich gegen "Vorverurteilungen".

Von Paul-Anton Krüger, Manama

Tötung von Jamal Khashoggi

Saudi-Arabien will Verdächtige nicht ausliefern

Das sagt der saudische Außenminister und bezeichnete die Diskussionen um den Fall Khashoggi als "hysterisch". Die Türkei hatte gefordert, 18 Personen in Istanbul vor Gericht zu stellen.

Telefonat mit saudischem König

Merkel fordert schnelle Aufklärung im Fall Khashoggi

Alle Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, sagte Merkel in einem Telefonat mit dem saudischen König Salman. Unterdessen hat der Sohn des getöteten Journalisten Saudi-Arabien verlassen.

Konfessionslose Kirchen Urteil
SZ Espresso

Nachrichten am Morgen - die Übersicht für Eilige

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Xaver Bitz

Saudi-Arabien

Staatsanwalt in Riad: Tötung Khashoggis geschah "mit Vorsatz"

Nun heißt es auch aus Saudi-Arabien, dass die Tat geplant worden sei. Bisher besagte die offizielle Version, dass Khashoggi in Folge eines "Faustkampfs" im Konsulat in Istanbul zu Tode gekommen sei.

Mohammad bin Salman Jamal Khashoggi Reaktion
Saudi-Arabien

Kronprinz nennt Tötung Khashoggis "abscheulichen Vorfall"

Mohammed bin Salman äußert sich auf dem Wirtschaftsforum in Riad erstmals öffentlich zu dem Fall. Zuvor telefonierte er mit dem türkischen Präsidenten.

Jemen - ein Vater gibt seiner hungernden Tochter zu trinken
Saudi-Arabien

Die vergessenen Opfer des Kronprinzen

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman ist für die katastrophale humanitäre Situation in Jemen verantwortlich, die Zehntausende das Leben kostet. Vor allem deshalb, nicht nur wegen des Mordes an einem Journalisten, sollte der Westen Druck machen.

Kommentar von Paul-Anton Krüger

Mord an saudischem Journalisten

London entzieht Verdächtigen im Fall Khashoggi das Visum

Nach den USA reagiert auch Großbritannien mit Visa-Entzug auf die Tötung Khashoggis. US-Präsident Trump macht Kronprinz Mohammed bin Salman verantwortlich.

Recep Tayyip Erdogan spricht 2018 in Ankara
Türkei

Wie Erdoğan versucht, den Fall Khashoggi für sich zu nutzen

In der Affäre um den getöteten Journalisten geriert sich der türkische Staatschef als Aufklärer. Gleichzeitig will er mit Saudi-Arabien nicht brechen. Doch diese Strategie offenbart Schwächen.

Kommentar von Luisa Seeling

Investorenkonferenz in Riad
Investorenkonferenz in Riad

Milliardendeals unterm Kronleuchter

Es geht ums Geschäft: Der Fall Khashoggi spielt bei der Investorenkonferenz in Riad keine Rolle. Saudi-Arabien ist auf ausländische Geldgeber dringend angewiesen.

Von Paul-Anton Krüger

Erdogan Addresses Khashoggi Killing in Speech to Turkish Parliament
Fall Khashoggi

Was Erdoğan nicht sagt

Der türkische Präsident greift die Saudis im Parlament scharf an, spektakuläre Beweise bleibt er jedoch schuldig. Von Ton- und Videoaufnahmen ist plötzlich keine Rede mehr - aus gutem Grund.

Von Christiane Schlötzer, Istanbul

Erdogan will zum Fall Khashoggi berichten
Türkei

Erdoğan: Saudi-Arabien plante Mord an Khashoggi Tage im Voraus

Der türkische Präsident macht Riad schwere Vorwürfe und verspricht, den Tod des saudischen Journalisten vollständig aufzuklären. Die 15 Tatverdächtigen sollen in Istanbul vor Gericht.

A still image taken from CCTV video and obtained by TRT World claims to show Saudi journalist Jamal Khashoggi, highlighted in a red circle by the source, as he arrives at Saudi Arabia's Consulate in Istanbul
Fall Khashoggi

Saudischer Kronprinz gerät stärker unter Druck

Die Türkei spricht von geplantem Mord, Kanzlerin Merkel will keine Rüstungsexporte mehr nach Saudi-Arabien. Der Ölminister sieht das Land in der Krise.

Merkel bereist die Golfregion
Geschäfte mit Saudi-Arabien

Ethik kostet etwas

Wie soll Berlin umgehen mit einem Herrscher, der über Leichen geht? Der Fall Khashoggi zeigt: Wirtschaftsgetriebene Außenpolitik und eine weiße Weste sind zusammen nicht zu haben.

Kommentar von Daniel Brössler, Berlin

SZ Espresso

Der Tag kompakt - die Übersicht für Eilige

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Von Matthias Fiedler

Angela Merkel auf einer Pressekonferenz
Fall Khashoggi

Merkel: Derzeit keine weiteren Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien

Die Bundeskanzlerin erklärt, Waffengeschäfte mit Riad könnten derzeit "nicht stattfinden", das Auswärtige Amt hat den Botschafter zum Gespräch gebeten. Das saudische Königshaus kondoliert derweil der Familie Khashoggis.

Siemens-Vorstand Joe Kaeser auf einer Pressekonferenz
Fall Khashoggi

Siemens-Chef Kaeser sagt Teilnahme an Konferenz in Riad ab

Es sei "die sauberste Entscheidung, wenn auch nicht die mutigste", schreibt Kaeser. Seine Erklärung legt nahe, dass er sich zu einer Absage gedrängt fühlte.