Protest gegen Braunkohleabbau Polizist gibt am Hambacher Forst Warnschuss ab

Mitarbeiter von RWE stehen im Hambacher Forst vor Baumhäusern von Umweltaktivisten.

(Foto: dpa)

Vermummte Aktivisten sollen mit Steinen geworfen haben. Verletzt wurde durch den Schuss niemand.

Ein Polizist hat am Hambacher Forst einen Warnschuss abgegeben. Mehrere Vermummte hätten Beamte mit Steinen beworfen, teilte die Aachener Polizei mit. Ein Polizist habe daraufhin seine Schusswaffe gezogen und einen Warnschuss in die Luft abgegeben. Verletzt wurde demnach niemand - die Vermummten hätten sich danach in den Wald zurückgezogen.

In einer Pressemitteilung zu dem Vorfall schreibt die Aachener Polizei: "Wir appellieren dringend: Unterlassen Sie die gewalttätigen Übergriffe auf Polizeibeamte."

Der Hambacher Forst zwischen Köln und Aachen gilt als Symbol des Widerstands gegen die Kohle. Der Energiekonzern RWE will für den Braunkohleabbau mehr als 100 der verbliebenen 200 Hektar Wald abholzen. Gegen die Pläne gibt es seit Langem Proteste, unter anderem von Waldbesetzern.

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