Globalisierung:Frankreich geht der Senf aus

Lesezeit: 2 min

Globalisierung: Bittere Erkenntnis: Körner für den Senf aus Dijon stammen zu 80 Prozent aus Kanada.

Bittere Erkenntnis: Körner für den Senf aus Dijon stammen zu 80 Prozent aus Kanada.

(Foto: Jirkaejc/imago images/Panthermedia)

Das Land ist für seinen Senf bekannt, ganz besonders für die Kreation aus Dijon. Doch nun ist die Spezialität kaum noch zu bekommen. Über ein Problem von internationaler Tragweite.

Von Michael Kläsgen

Wenn man dem Dauerkrisenmodus etwas Positives abgewinnen will, dann vielleicht dies: Man lernt gerade viel darüber, wie was in der Welt miteinander zusammenhängt. Manchmal mag man es gar nicht wissen, weil es so schrecklich ist. Etwa, dass sich die Hungersnot am Horn von Afrika noch verschlimmert, wenn Krieg in der Ukraine herrscht. Weil Afrika von dort so viel Getreide bezieht. Anderes nimmt man eher achselzuckend hin. Zum Beispiel, dass Fahrradhändler hierzulande ins Schwitzen geraten, wenn in Japan, dem Land der Gangschaltungen, Corona grassiert. Wie sich nun zeigt, steht auch das Senfkorn für die großen Zusammenhänge der Weltwirtschaft - nicht nur, aber vor allem zum Leidwesen vieler Franzosen, denen es abhandengekommen ist.

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