Finanziers der US-Republikaner Der Besorgte - Sheldon Adelson unterstützt Newt Gingrich

Sheldon Adelson ist der wohl bekannteste Einzelspender der Republikaner. Der 78-jährige Kasino-König aus Las Vegas hat Newt Gingrich mit zehn Millionen Dollar unterstützt und den früheren Sprecher des Repräsentantenhauses damit vor dem Ende seiner Kampagne bewahrt. Ohne Adelsons Millionen wäre der Sieg in South Carolina kaum möglich gewesen und alle Beobachter rechnen damit, dass die Adelsons bald weitere Millionen an den Wahlverein "Winning Our Future" überweisen werden.

Sheldon Adelson, Kasino-König aus Las Vegas.

(Foto: REUTERS)

Adelson, der inzwischen vor allem in Asien Gewinne einfährt und als Sohn osteuropäischer Juden nach Amerika kam (mehr zu seiner Biographie in diesem Süddeutsche.de-Porträt), kann sich diese Summen leisten: Er besitzt laut den jüngsten Berechnungen des Wirtschaftsmagazins Forbes 25 Milliarden Dollar und gilt als der achtreichste Mann der Welt. Seine Spende an Gingrich entspricht somit nur 0,044 Prozent seines Vermögens. Laut Gingrich treibt Adelson die Sorge an, Iran könne Atomwaffen erlangen und so die Existenz Israels bedrohen.

In einem großen Porträt über den "Power Player" Sheldon Adelson, das in der März-Ausgabe von Forbes erscheinen wird, heißt es, Adelson könnte sich vorstellen, jeden der republikanischen Präsidentschaftsbewerber mit 100 Millionen Dollar zu unterstützen - abgesehen von Ron Paul. Er sehe nichts Falsches in seinen Spenden: "Andere Milliardäre wie George Soros tun das seit Jahren - wenn nicht seit Jahrzehnten." Die Berichte in den Medien über seine Person interessieren Adelson nicht: "Das meiste, was über mich geschrieben wird, ist nicht wahr."

Andere wichtige Unterstützer für Newt Gingrich: Der Texaner Harold Simmons, der Chef der Contran Corporation, hat eine Million Dollar gespendet.