Extremismus - Erfurt:LKA ermittelt nach Angriff vor Staatskanzlei

Deutschland
Fahnen wehen vor der Thüringer Staatskanzlei. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Erfurt (dpa/th) - Nach dem Angriff auf eine Gruppe vor der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt zieht das Landeskriminalamt (LKA) jetzt die Ermittlungen an sich. Einzelne Tatverdächtige seien nach bisherigen Erkenntnissen in der Vergangenheit mit rechtsmotivierten Straftaten in Erscheinung getreten, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung des LKA in Erfurt.

An der Auseinandersetzung am frühen Samstagmorgen waren nach Angaben vom Wochenende bis zu 30 Menschen beteiligt. Wie die Staatsanwaltschaft erklärt hatte, soll eine Gruppe auf etwa 15 Männer und Frauen eingeschlagen haben. Drei Männer waren wegen des Angriffs kurze Zeit nach der Tat festgenommen, dann aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Die Linke-Landtagsabgeordnete Katharina König-Preuss sprach am Dienstag von einem Überfall aus dem extrem rechten Milieu. Darauf ließen Hinweise auf einschlägige Szene-Textilien und Verbindungen von Tatverdächtigen in die Neonazi-Szene schließen. Laut König-Preuss liegt wegen der Zielgerichtetheit, dem Auftreten der Täter und der Art der Verletzungen auch ein Kampfsport-Hintergrund nahe. Mehrere Betroffene hätten im Krankenhaus behandelt werden müssen, so die Abgeordnete.

Um die Tatabläufe und die Motive zu klären, werde die Staatsschutzabteilung des LKA jetzt gemeinsam mit der Kriminalpolizeiinspektion Erfurt die weiteren Ermittlungen forcieren, hieß es in der Mitteilung des LKA.

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