EU-Emissionshandel:Deutschland könnte ein "Preisschock" bevorstehen

EU-Emissionshandel: Billiger wird's nicht: Mit einem steigenden CO₂-Preis wird auch Tanken mit Benzin und Diesel perspektivisch immer teurer - genau wie Heizen mit Öl und Gas.

Billiger wird's nicht: Mit einem steigenden CO₂-Preis wird auch Tanken mit Benzin und Diesel perspektivisch immer teurer - genau wie Heizen mit Öl und Gas.

(Foto: Peter Kneffel/DPA)

Von 2027 an wird fossiles Autofahren und Heizen in der EU teurer. Experten befürchten sprunghaft steigende CO₂-Preise - und schlagen brisante Schritte vor, um das Problem abzufedern.

Von Vivien Timmler, Berlin

Noch hat Deutschland einen Vorsprung. Wenn im Jahr 2027 der europäische Emissionshandel auf die Sektoren Verkehr und Gebäude ausgeweitet wird (ETS II), können die Deutschen sagen: Kennen wir schon. Seit 2021 gibt es hierzulande ein nationales System, das den CO₂-Preis für fossile Brennstoffe in diesen Bereichen regelt. Seit Beginn des Jahres liegt er bei 45 Euro pro Tonne, im kommenden Jahr soll er auf 55 Euro steigen und 2026 auf 55 bis 65 Euro. Danach greift das EU-System, in dem jedoch keine fixen Preise gelten; sie bilden sich frei am Markt. Theoretisch wäre also auch eine Verdoppelung oder gar Verdreifachung des Preises denkbar.

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