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Entführung im Niger:Französische Geiseln sterben bei Gefecht

Um zwei verschleppte Franzosen zu befreien, greifen nigrische und französische Soldaten die Entführer an - danach sind beide Geiseln tot. Steckt al-Qaida hinter der Entführung?

In Niger sind zwei Franzosen verschleppt worden und anschließend zu Tode gekommen. Die beiden 25-jährigen Männer starben, als französische und nigrische Soldaten versuchten, sie zu befreien.

Der Besitzer des Restaurants 'Le Toulousain' in der nigrischen Hauptstadt Niamey. Hier wurden die beiden Franzosen entführt. Einen Tag später wurden ihre Leichen tot nach einem Gefecht zwischen Soldaten und Entführern gefunden.

(Foto: AFP)

Nach Angaben von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatten mehrere Bewaffnete die Männer am Freitag entführt, als diese gerade in einem belebten Restaurant in Niamey zu Abend aßen. Unklar bleibt, wer hinter der Entführung steckt.

Laut dem französischen Verteidigungsminister Alain Juppé nahm die nigrische Armee mit Unterstützung "französischer Vertreter aus der Region" sofort die Verfolgung der Geiselnehmer auf. Sie wurden in der Grenzregion zu Mali gestellt, es kam zum Feuergefecht. Laut Juppé wurden nach dem Ende des Gefechts die Leichen der beiden Männer gefunden. Wer für ihren Tod verantwortlich war, ist offen.

Einer der beiden Männer arbeitete für eine Hilfsorganisation und wollte eine Nigrerin heiraten, sein Freund war aus Frankreich für die Hochzeit angereist.

Der nordafrikanische Al-Qaida-Ableger Aqmi hat seit September fünf im Niger entführte Franzosen in seiner Gewalt. Die Entführten werden in Mali vermutet. Im Juli hatte die Terrorgruppe einen im Niger verschleppten 78-jährigen Franzosen ermordet, nachdem bei einem mauretanisch-französischen Militäreinsatz mindestens sechs al-Qaida-Anhänger getötet worden waren. Ob die Gruppe auch für die jüngste Entführung verantwortlich ist, ist bisher unklar.

Nigrische Militärvertreter vermuten allerdings, dass hinter der jüngsten Entführung Gruppen stehen, die zumindest Verbindungen zu al-Qaida unterhalten. Sie könnten versuchen, ihre Geiseln an Aqmi-Kämpfer in Mali auszuliefern.

Die Entführer sollen Augenzeugen zufolge Arabisch, Französisch und eine örtliche Stammessprache gesprochen haben und wie Mitglieder des Tuareg-Volkes gekleidet gewesen sein.

© AFP/jab/odg

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