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Ehemaliger Pentagon-Vize:Ashton Carter soll US-Verteidigungsminister werden

File photo of U.S. Deputy Secretary of Defense Carter adjusting his glasses during his meeting with Japanese Senior Vice Defence Minister Watanabe during their meeting in Tokyo

Wenn nicht noch Unvorhergesehenes geschehe, sei in Kürze mit der Nominierung von Ashton Carter als US-Verteidigungsminister zu rechnen, berichtet CNN.

(Foto: REUTERS)
  • Der ehemalige Vize-Pentagonchef Ashton Carter soll neuer US-Verteidigungsminister werden, melden amerikanische Medien.
  • Carter würde damit der Nachfolger von Chuck Hagel, der vergangene Woche seinen Rücktritt eingereicht hatte - offenbar auf Druck von Präsident Barack Obama.
  • Der ehemalige Harvard-Professor Carter gilt als Meister des Budgetmanagements und Experte für Waffenbeschaffung.

Neue Herausforderungen für den neuen Verteidigungsminister

US-Präsident Barack Obama will den früheren Vize-Pentagonchef Ashton Carter zum Verteidigungsminister machen. Wenn nicht noch Unvorhergesehenes geschehe, sei in Kürze mit der Nominierung des 60-Jährigen zu rechnen, berichteten der Sender CNN und die Washington Post unter Berufung auf Regierungsbeamte.

Carter würde im Falle einer Bestätigung durch den Senat Nachfolger von Chuck Hagel, der in der vergangenen Woche seinen Rücktritt erklärt hatte - nach Medienberichten auf Druck Obamas. Der Präsident wolle angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen etwa durch die Terrormiliz IS in Syrien und im Irak einen Neuanfang, hieß es.

Ehemaliger Harvard-Professor

Carter war von Oktober 2011 bis Dezember 2013 stellvertretender Verteidigungsminister. Er diente als Nummer zwei unter Hagel und dessen Vorgänger Leon Panetta. Der ehemalige Harvard-Professor für internationale Beziehungen und Sicherheit kennt sich somit gut mit dem bürokratischen Koloss Pentagon aus.

Er gilt als Meister des Budgetmanagements und als Experte für Waffenbeschaffung sowie auf dem Gebiet neuer Technologien. Diese Kenntnisse hatte er sich erworben, als er als Staatssekretär im Pentagon für Logistik zuständig war. Er besitzt einen Doktor in Physik von der britischen Eliteuniversität Oxford und arbeitete bereits während der Präsidentschaft von Bill Clinton in den 90er Jahren im Pentagon, wo er sich um Atomwaffenpolitik kümmerte.

Carter hatte von vornherein auf Obamas Liste gestanden. Er rutschte dann anscheinend an die Spitze, nachdem zwei Wunschkandidaten des Präsidenten abgewunken hatten: die ehemalige Pentagon-Beamtin Michele Flournoy und der Senator Jack Reed.

© Süddeutsche.de/dpa/fued/mane
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