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Werkstatt Demokratie:Was bleibt nach dem Klatschen?

Was bleibt von der Solidarität mit den "Helden des Alltags?"

(Foto: Illustration Jessy Asmus)

Der Applaus von den Balkonen war Anerkennung gegenüber den "Helden des Alltags". Aber wie geht es nach Corona weiter, was muss sich ändern? Sagen Sie uns Ihre Meinung.

In der Corona-Krise hat sich gezeigt, wie abhängig wir von manchen Berufen sind. Der Applaus auf dem Balkon war ein Ausdruck von Dankbarkeit und Anerkennung gegenüber den "Helden des Alltags". Eine Geste, die aber weder die Miete zahlt noch Arbeit abnimmt. Nun entspannt sich die Situation rund um Corona - zumindest vorerst. Aber was ist geblieben von Solidarität und Wertschätzung? Uns interessiert, wie sich die Wahrnehmung der sogenannten "systemrelevanten Berufe" verändert hat - und vor allem, was sich noch verändern muss.

Im Rahmen des Projekts Werkstatt Demokratie wollen wir mit Beschäftigten und Betroffenen aus den Arbeitsbereichen sprechen, die in der Krise besonders im Fokus standen - ob Alten- und Krankenpfleger, Mitarbeiterinnen im Supermarkt oder Erzieherinnen. Uns interessiert auch, wie Landwirte, Gärtnerinnen, Paketboten, Lagerarbeiterinnen oder Mitarbeiter in Schlachthöfen die Entwicklungen der vergangenen Wochen erlebt haben.

Hat sich schon etwas getan und sei es nur bei den Reaktionen im persönlichen Umfeld? Erleben Sie Ihre Arbeit nun anders? Lässt sich die Aufmerksamkeit in politisches Gewicht umwidmen? Stellt sich, stellen Sie die Systemfrage, die Frage danach, was ganz grundsätzlich anders werden muss? Oder macht sich eher Frust breit? Ihre Erfahrungen, Wünsche und Erwartungen interessieren uns. Wenn Sie zu einem Interview - im Zweifelsfall auch anonym - bereit sind, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an werkstattdemokratie@sz.de.

Wie gelingt ein besseres Miteinander?

Ihre Beiträge sollen in die Werkstatt Demokratie einfließen. In der vierten Runde behandelt das Projekt von SZ und Nemetschek Stiftung das Thema "Gemeinsam statt Eigensinn - Wie gelingt durch die Krise ein besseres Miteinander?". Über 600 Teilnehmer haben in einer Online-Abstimmung dieses Thema gewählt und der Redaktion damit einen Rechercheauftrag erteilt. SZ-Autorinnen und -Autoren gehen für Sie auf die Suche nach Antworten. Über die Ergebnisse wollen wir mit Ihnen am 27. Juni zwischen 14 und 16 Uhr in Videokonferenzen debattieren. Hier können Sie sich anmelden.

Wir halten Sie bis dahin auf SZ.de und in der SZ über die Werkstatt Demokratie auf dem Laufenden. Wenn Sie Neuigkeiten direkt aufs Handy oder in Ihr Postfach bekommen oder uns Feedback geben möchten, können Sie uns mailen (mit einem kurzen zusätzlichen Hinweis, wenn Sie in unseren - anonymen - Verteiler aufgenommen werden möchten). Sie können uns auf Twitter folgen (@SZ_Demokratie) - oder Mitglied in unserer Facebook-Gruppe werden. Machen Sie mit und schreiben Sie uns, was Ihnen bei dem Thema besonders wichtig ist, wo wir ansetzen sollen, was Ihnen Hoffnung oder auch Sorgen macht.

© SZ.de/sebi/jsa

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