Großbritannien:"Ein Schlag ins Gesicht aller Angehörigen von Covid-Kranken"

Lesezeit: 3 min

Großbritannien: Johnson begrüßt Krankenschwestern in Northumberland - ohne Maske.

Johnson begrüßt Krankenschwestern in Northumberland - ohne Maske.

(Foto: Peter Summers/dpa)

Keine Beschränkungen, besorgniserregende Zahlen und ein Premierminister, der es okay findet, im Krankenhaus keine Maske zu tragen: Warum das Verhalten von Boris Johnson zu einem widersprüchlichen Verhalten in der Gesellschaft führt - und zur realen Gefahr wird.

Von Michael Neudecker, London

Boris Johnson hat neulich ein Krankenhaus in Northumberland besucht, im Nordosten Englands, danach gab es mal wieder Ärger. Auf einigen der Fotos von dem Besuch grüßt er Krankenschwestern per Ellbogen, die Krankenschwestern tragen Maske, Johnson nicht. "Ein Schlag ins Gesicht aller Angehörigen von Covid-Kranken" sei das, sagte ein Abgeordneter der Opposition, Johnson habe "das Leben der Patienten aufs Spiel gesetzt", ein anderer. Es wurde berichtet, Johnson sei drei Mal darauf hingewiesen worden, dass überall im Krankenhaus Maskenpflicht gelte, erst dann sei ihm eine Maske gereicht worden.

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