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Bürgerschaftswahl:Hamburger halten sich mit Stimmabgabe zurück

  • Knapp jeder vierte Wahlberechtigte hat bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg bis zum späten Sonntagvormittag seine Stimme abgegeben.
  • 24,2 Prozent der Bürger seien bis 11.00 Uhr in die Wahllokale gekommen, hieß es aus dem Landeswahlamt.
  • Dagegen wählten 2011 bis zum Mittag 25,7 Prozent.

Größere Wahlbeteiligung vor vier Jahren

Die Bürgerschaftswahl in Hamburg ist am Sonntag stockend angelaufen. Nur knapp jeder vierte Wahlberechtigte (24,2 Prozent) gab bis 11.00 Uhr seine Stimme ab, hieß es beim Landeswahlamt. Zum gleichen Zeitpunkt vor vier Jahren waren es den Angaben zufolge noch 25,7 Prozent.

Basis für die erste Einschätzung sind zwölf Wahllokale, in denen die Beteiligung ermittelt wird. 2011 war die Gesamtbeteiligung mit 57,8 Prozent auf einen historischen Tiefstwert gefallen.

Erstmals können auch Minderjährige wählen

Etwa 1,3 Millionen Bürger können noch bis 18.00 Uhr über die Zusammensetzung des Landesparlaments für die kommenden fünf Jahre und über die Landesregierung entscheiden. Erstmals dürfen auch 16- und 17-Jährige wählen. Die SPD mit Bürgermeister Olaf Scholz an der Spitze will ihre 2011 errungene absolute Mehrheit verteidigen. Dies könnte den Umfragen nach schwierig werden, auch wenn die Meinungsforscher einen klaren SPD-Sieg und eine herbe Niederlage der CDU und ihres Spitzenkandidaten Dietrich Wersich vorhersagen.

Entscheidend wird das Abschneiden der kleineren Parteien FDP und AfD sein. Diese können sich den Umfragen zufolge Chancen auf einen Einzug in die Bürgerschaft ausrechnen. In diesem Fall wäre Scholz auf einen Koalitionspartner angewiesen. Er hat bereits angekündigt, dann eine rot-grüne Landesregierung bilden zu wollen.

Scholz kommt mit Frau ins Wahllokal

Scholz wählte am Vormittag in seinem Heimatstadtteil Altona-Altstadt. Er kam Hand in Hand mit seiner Frau, Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), ins Wahllokal. "Es kann sich jeder vorstellen, was ich gewählt habe. Ich habe einfach nur die Kreuze bei der SPD gemacht."

Wegen des Wahlrechts mit seinen zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten wird am Sonntagabend in einem vereinfachten Verfahren nur die Sitzverteilung ermittelt. Die Kandidatenstimmen werden erst am Montag ausgezählt.

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© SZ.de/dpa/fie/pram
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