BrasilienStillstand nach der Herzschlag-Wahl

Lesezeit: 6 Min.

Noch in der Wahlnacht blockierten Bolsonaro-treue Lastwagenfahrer und radikale Rechte erste Straßen. Was als vereinzelte Aktionen begonnen hat, droht sich nun zu einer landesweiten Protestwelle auszubreiten.
Noch in der Wahlnacht blockierten Bolsonaro-treue Lastwagenfahrer und radikale Rechte erste Straßen. Was als vereinzelte Aktionen begonnen hat, droht sich nun zu einer landesweiten Protestwelle auszubreiten.
Getty Images

Lkw-Fahrer blockieren Autobahnen, Barrikaden brennen: Die Unterstützer des abgewählten Präsidenten Jair Bolsonaro werten sein langes Schweigen als Zustimmung zu ihrem Protest. Wahlsieger Lula da Silva steht nun vor einer schweren Aufgabe.

Von Christoph Gurk, Rio de Janeiro

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Man kann die Rodovia Presidente Dutra sicherlich als eine der wichtigsten Straßen in ganz Brasilien bezeichnen. Die mehrspurige Autobahn führt rund 400 Kilometer durch eine der wirtschaftlich bedeutendsten Regionen des Landes, vor allem aber verbindet sie den Millionenmoloch São Paulo mit Rio de Janeiro. Die Autobahn ist damit auch so etwas wie eine Lebensader zwischen den beiden größten Städten des Landes, dicht befahren bei Tag und Nacht, mit Lastern, Privatautos, Viehtransportern und Tankwagen.

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