Attacke auf BVB-Bus Zweites Schreiben aus linker Szene aufgetaucht

Der Mannschaftsbus des BVB wird nach dem Anschlag von der Polizei untersucht

(Foto: Marcel Kusch/dpa)

Nach dem Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus gerät auch die antifaschistische Szene in Verdacht.

Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus des BVB ist ein zweites Schreiben aufgetaucht. Dieses soll aus der linken Antifa-Szene kommen, meldet die Deutsche Presse-Agentur. Demnach würden die Ermittler die Authentizität prüfen.

Das im Internet verbreitete Schreiben erkläre im Antifa-Duktus, der Bus sei mit eigens für den Anschlag angefertigten Sprengsätzen als "Symbol für die Politik des BVB" attackiert worden, die sich nicht genügend gegen Rassisten, Nazis und Rechtspopulisten einsetze. Seit Jahren dürften auch Menschen mit einer menschenverachtenden Gesinnung ins Stadion, anstatt örtliche Antifaschisten zu Rate zu ziehen, "um solches Gedankengut aus dem Stadion zu verbannen". Es wird betont, dass keinesfalls die BVB-Spieler "Ziel dieser symbolischen Tat" gewesen seien.

"Wir halten das Schreiben für einen Nazifake", teilten die Betreiber des Internetportals "Indymedia linksunten" mit. "Weder Inhalt noch Sprache deuten auf einen linken Hintergrund hin, deshalb haben wir es bereits sehr kurz nach der Veröffentlichung gelöscht."

Die Sicherheitsbehörden prüfen außerdem einen islamistischen Hintergrund des Anschlags. Grund dafür ist nach Informationen von Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR das erste am Tatort gefundene Schreiben.

Alles in Deckung

Drei Sprengsätze treffen den Teambus des BVB in idyllischer Umgebung. Verteidiger Marc Bartra wird erheblich verletzt - die Polizei findet ein mögliches Bekennerschreiben. Von Freddie Röckenhaus mehr...

Die Ermittlungen in dem Fall hat inzwischen die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe übernommen.