Landesverband:Verfassungsschutz: AfD Sachsen-Anhalt gesichert rechtsextremistisch

Nach dem Landesverband Thüringen stuft der Verfassungsschutz nun auch die AfD Sachsen-Anhalt als erwiesen rechtsextremistisch ein. (Foto: Carsten Koall/dpa)

Der Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt führte den Landesverband bereits als Verdachtsfall. Nun ist er neben dem Verband aus Thüringen der zweite, den die Verfassungsschützer als erwiesen rechtsextremistisch betrachten.

Nach Thüringen ist auch in Sachsen-Anhalt die AfD vom Verfassungsschutz als erwiesen rechtsextremistisch eingestuft worden. Das teilte der Leiter des sachsen-anhaltischen Verfassungsschutzes, Jochen Hollmann in Magdeburg auf Nachfrage mit.

Der Verfassungsschutz hatte den Landesverband im Januar 2021 unter Beobachtung gestellt. Seitdem galt er als rechtsextremer Verdachtsfall. Dadurch konnte der Verfassungsschutz die knapp 1400 Mitglieder mit geheimdienstlichen Mitteln überwachen, also etwa durch das Abhören von Telefonen und den Einsatz von V-Leuten.

Auch den Thüringer Landesverband hatte der dortige Verfassungsschutz bereits als "erwiesen extremistisches Beobachtungsobjekt" eingestuft. Das ist der Landesverband von Parteirechtsaußen Björn Höcke. Die Entscheidung dazu sei am 15. März 2021 gefallen, sagte Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer.

© SZ/dpa/nta - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Verfassungsschutz
:Höckes AfD-Landesverband ist "erwiesen rechtsextrem"

Der Inlandsgeheimdienst in Thüringen hat seine Gangart gegen die Alternative für Deutschland verschärft. Sie wird dort inzwischen auch als treibende Kraft hinter den immer radikaleren Corona-Protesten angesehen.

Von Markus Balser

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: