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Wetter - Potsdam:Kurze Pause für Brandenburgs Wälder: Waldbrandgefahr sinkt

Brandenburg
In einem Kiefernwald bei Briesen wächst eine einzelne Birke. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Potsdam (dpa/bb) - Brandenburgs Wälder können durchatmen - zumindest für ein paar Tage. Die Waldbrandgefahrenstufe ist am Sonntag in 13 von 14 Landkreisen auf Stufe 1 mit einer sehr geringen Gefahr gesunken, wie das Umweltministerium auf seiner Internetseite mitteilte. Allein im Landkreis Dahme-Spreewald herrschte Gefahrenstufe 2 mit einer geringen Gefahr.

Auch für den Montag prognostizierte der Deutsche Wetterdienst landesweit eine sehr geringe bis geringe Gefahr für die Wälder. Erst am Mittwoch soll sich die Lage laut den Meteorologen wieder anspannen.

Langfristige Entspannung brachte der Regen aus Sicht des Waldbrandschutzbeauftragten Raimund Engel zunächst nicht. "Leider ist das eingetreten, was ich geahnt hatte - lokal kam etwas runter, aber leider nicht flächendeckend", sagte Engel am Sonntag. Damit sich die Wälder von den trockenen Tagen wenigstens etwas erholen könnten, bräuchte es mehr Regen.

Allein am Donnerstag und Freitag hatte es nach Worten von Engel dutzende Waldbrände gegeben. Damit brannte es in diesem Jahr bereits mehr als 110 Mal auf knapp 15 Hektar. 2019 hatten bei 106 Bränden bis Ende Mai mehr als 40 Hektar Wald gebrannt.

Am Sonntagmorgen brannten in Müllrose südwestlich von Frankfurt (Oder) (Oder-Spree) 100 Quadratmeter Wald, wie die Polizeidirektion Ost mitteilte. Unbekannte hatten demnach ihren Einweggrill mit noch glühender Grillkohle am Waldrand im Kaisermühler Weg zurückgelassen. Dieser habe dann die Fläche in Brand gesetzt. Die Feuerwehr löschte das Feuer. Die Polizei fertigte eine Anzeige wegen fahrlässiger Brandstiftung an.

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