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SZ-Kolumne "Bester Dinge":Bielefeld vor Lauterbach

Wie die Hitliste der beliebtesten Babynamen 2020 lautet - und wie die heimliche Hitliste der schönsten Nachnamen.

Von Martin Zips

Hobbyforscher Bielefeld ist mal wieder im Gespräch. Er hat bei deutschen Geburtskliniken und Standesämtern angerufen, um zu erfahren, was die beliebtesten Vornamen für Neugeborene im Jahr 2020 waren. Nach der Sichtung von 180 000 Geburtsmeldungen (nicht ganz einem Viertel aller Entbindungen) kam Bielefeld zum von der Öffentlichkeit nun mit großer Leidenschaft diskutierten Ergebnis, dass sich Mia gegen Emilia und Noah gegen Ben durchgesetzt hat. Knud hingegen, der Vorname des Namensexperten, taucht in der Liste nicht auf. Erst recht nicht mit D hinten.

Aber was waren eigentlich die beliebtesten Nachnamen des Jahres? Gut, Bielefeld zum Beispiel, das ist ja klar. Auch Lauterbach, der Gesundheitsinfluencer.

Ultimativer Aufsteiger des Jahres 2020 aber dürfte Flaßpöhler gewesen sein. Diesen Namen kannte man vorher gar nicht. Er scheint für eine vollkommen neue philosophische Richtung zu stehen. Wer früher Platoniker war, der dürfte jetzt ein Flaßpöhler sein. Eine Berliner Buchautorin heißt übrigens so.

Ach, wie gerne wäre man ein Nida-Rümelin

Dürfte man endlich mal frei seinen Nachnamen wählen, so wäre man auch gerne ein Nida-Rümelin. Oder ein Buyx, wie die Vorsitzende des Ethikrates heißt. Und wie wäre es mit - ach, das wäre nett - Nassehi? So, wie sich der bedeutende Münchner Soziologieprofessor nennt, der während der Lockdowns wirklich überall zu allem was zu sagen hatte.

Es gibt ja so herausragende Namen! Warum darf man sie sich nicht selber geben? Besonders, wenn man so deppert heißt wie etwas, das sich bestenfalls auf Kartoffelchips oder Erdnussflips reimt.

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