Katholische Kirche Chronologie des sexuellen Missbrauchs

(Foto: dpa)

Die katholische Kirche will Maßnahmen gegen ihre Missbrauchsskandale treffen. Zu oft ist sie daran gescheitert. Das sind die Fälle der vergangenen 25 Jahre.

Von Max Sprick

Im Vatikan hat ein Sondertreffen begonnen, das man als historisch bezeichnen kann. Anlass sind die Missbrauchsskandale der katholischen Kirche, die im vergangenen Jahr auf erschreckende Weise offenbar wurden. In Chile ist zum ersten Mal in der Geschichte der Kirche eine Bischofskonferenz geschlossen zurückgetreten, in Australien steht einer der höchsten Kirchenvertreter vor Gericht.

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Die katholische Kirche hat den Verlust moralischer und geistiger Deutungskraft verloren, sie kann sich nicht mehr als unbefleckte Institution darstellen. Papst Franziskus hat deswegen vor der Missbrauchskonferenz konkrete Schritte zum Kampf gegen Kindesmissbrauch gefordert. Die Welt erwarte von der Kirche "konkrete und wirksame Maßnahmen", sagte Franziskus. Diese müsse "auf die Stimmen der Kinder hören, die Gerechtigkeit verlangen." Dass sie genau das bislang nicht getan hat, zeigen diverse Beispiele der vergangenen 25 Jahre.

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