SZ-Kolumne "Bester Dinge":Sei mein Valentin

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Vielen Leuten geht der Valentinstag auf die Nerven. Für andere findet er sogar täglich statt, und meist fühlt sich das gar nicht schlecht an.

Von Valentin Dornis

Liebe Valentins und Valentinas,

an diesem Montag horchen die Menschen noch einmal besonders auf, wenn sie Eure Namen hören. Aber das dürftet Ihr gewohnt sein aus vergangenen Jahren. Ihr habt erklärt, dass das nicht Euer Geburtstag ist, nur weil Ihr so heißt, und zur Sicherheit nochmal nachgeguckt, wer eigentlich dieser heilige Valentin war. Aber all das ist doch erträglich, wenn man mit seinem Namen für etwas Gutes wie die Liebe steht.

Selten muss man neuen Leuten mehrfach sagen, wie man heißt, während der dritte Philipp des Abends mit den anderen zu einem einzigen verschwimmt. Weil es so wenige andere Valentins und Valentinas gibt, wird man auch nie wie die drei Philipps nur mit Nachnamen angesprochen, um sie unterscheiden zu können - oder gar mit körperlichen Attributen wie "der große Philipp". Auch buchstabieren muss man diesen Namen meist nicht, höchstens die Aussprache korrigieren, wenn man in Bayern darauf besteht, dass es nicht "Fallentin" heißt. Man kann "Valentin" sehr energisch rufen (praktisch für Eltern) und zu niedlichen Spitznamen wie "Valli" verkürzen (praktisch im Kindesalter).

Ähnlich, wie sich Busfahrer routiniert grüßen, wenn sich auf der Straße ihre Wege kreuzen, schauen sich Valentins und Valentinas mit einem unmerklichen Nicken in die Augen, im gemeinsamen Bewusstsein all der Besonderheiten, die dieser Name mit sich bringt. Irgendwie ist für uns jeden Tag Valentinstag, und eigentlich ist das meist gar nicht so schlecht.

Alles Gute, Valentin.

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